von gestrandeten Zirkussen und pelzverkaufenden StandbetreiberInnen!

Bevor wir mit den eigentlichen Themen beginnen, möchten wir gerne noch diesen Hinweis senden: Es ist noch ganz druckfrisch – das neue Buch von Tom ist soeben im wunderbaren ‚Gegensicht‘-Verlag erschienen! ‚…DENN SIE FÜHLEN GENAU WIE DU DEN SCHMERZ‘, so der Titel, erzählt von Recherchen und Einsätzen aus zwei Jahrzehnten Tierrechtsfrontarbeit. Aufgrund der Fülle des vorliegenden Materials ist das vorliegende Werk mit dem Zusatz ‚Band 1: Die frühen Jahre‘ versehen; besagter Band behandelt dann ein Stück Tierrechtsgeschichte unseres Landes und erstreckt sich bis kurz vor den Tierrechtsprozess. Eine Fülle von Erzählungen ergießt sich dabei Seite um Seiten über den Lesenden und spannt einen Bogen von der Kindheit des Autors, ersten Tierrechtseinsätzen im zarten Volksschulalter, über die unfassbaren Ereignisse rund um die inzwischen längst legendären Auseinandersetzung mit Zirkussen-Clans, Metzgergilde und Schweinebaronen, bis hin zu den Tierbefreiungen sowie den Hilfsfahrten ins Ausland!Das Buch kommt im hochwertigen Hard-Cover-Einband und ist mit unzähligen (Farb-)Fotos angereichert. 614 großformatige Seiten (24,7x18cm), inklusive eines integrierten Lesebandes!Der Reinerlös kommt zu 100 % den RespekTiere-Projekten zugute! Zu bestellen über www.respektiere.at oder direkt beim Verlag, www.edition-gegensicht.de für 29,95 Euro!
Im bayerischen Tittmoning ist der Zirkus King gestrandet. Er hat dort eine riesige Fläche zur Verfügung gestellt bekommen, wo ein gutes Dutzend Kamele, Watussi- und Hochlandrinder, Lamas, Esel und vor allem Pferde untergebracht sind. Wir sind an jenem Ort zufällig vorbeigefahren, gerade als zwei Lamas ausgebüxten. So etwas passiert bei Zirkussen oft, meist allerdings dann, wenn ‚Manage frei‘ unmittelbar bevorsteht. Denn man weiß natürlich, die lokalen Zeitungen berichten praktisch immer über den Vorfall, und so, möge der Schelm denken, wäre ein Ausbruch oft auch Mittel zum Zweck. Eine unbezahlbare Gratis-Werbung also. Und auf Kosten der Tiere, denn unterwegs auf den Straßen zu sein
bedeutet für sie eine echte Gefahr. Doch das Risiko ist ein allemal kalkuliertes, so scheint es wieder und wieder.
Geschickt wie die Zirkusse nun mal sind, Einfallsreichtum als echte Stärke, wird in Corona-Zeiten an allen Ecken und Enden für Unterstützung geworben; da sieht man dann auch schon mal in Lebensmittelmärkten aufgestellte Kassen, wo das ‚fahrende Volk‘ Hilfe in Form von Geldscheinen erbittet. Nur zu oft allerdings erfährt man dann von bitter enttäuschten Menschen, denn es gibt – wie vor allem TierschützerInnen landauf, landab zu bezeugen wissen – oft auch ein ‚zweites Gesicht‘ in diesem Gewerbe, dann, wenn es um das Mitführen von Tieren geht. Jedenfalls, in Tittmoning stehen wie gesagt eine Menge Pferde. Die wurden, so erfuhren wir nun, zusätzlich hierhergebracht (von woher auch immer…), weil durch das Auftrittsverbot andere Geldquellen angezapft werden müssen. Dafür haben jetzt die Reittiere herzuhalten. Eine Anrainerin erzählt, es würde ein 7-Tage-die-Woche-Reitangebot für Kinder und Jugendliche geben. Na dann, hoffentlich wissen die Erziehungsberechtigten über die vielen, vielen Problematiken bezüglich Tier und Zirkus Bescheid…
Warum müssen in solchen Fällen immer Tiere herhalten? Warum lernen die ArtistInnen den Kindern denn nicht Jonglieren, Seilspringen, Seifenblasen pusten, Kletterübungen, Zaubertricks, Späße machen, Reifen schwingen, … ganz ohne Tierleid?
Unlängst konnte in Salzburg-Umgebung ein Stand entlang der vielbefahrenen Lamprechtshausener Bundesstraße gesehen werden, wo ein ungarischer Händler Felle und Pelzartikel verkauft. Ganz wie normalerweise üblich im Osten war ein Zelt hierfür aufgebaut, neben den Pelzen konnte man auch Weidenkörbe und dergleichen erstehen. Die Haarkleider selbst sollten vorwiegend solche von Schafen sein, dann laut Angaben des Geschäftemachers aus aller Herren und Frauen Länder. Dazu wurden aber auch Reh-, Fuchs- oder Hirschfelle angeboten; Pommel in allen Farben selbstredend, vom Fuchs und vom Wolf; so zumindest ließ es der Betreiber wissen.
Da es bereits Abend war und der Mann nun schon zusammenpackte, war es für eine Reaktion zu spät; deshalb holten wir am nächsten Tag entsprechende Infos bei der Behörde ein, um – sollte der Pelzhändler nochmals auftauchen – für die Situation gewappnet sein. Leider aber scheint es so, als wäre Derartiges legal.  Letztendlich bleibt wahrscheinlich nur der vermeintliche ‚Wolfsbommel‘ angreifbar. Jedenfalls, ein solcher Marktstand ist in der Gemeinde nicht bewilligungspflichtig, ob eine Verletzung des Gewerberechtes vorliegt, wird noch eruiert. Was auch immer dabei herauskommt, zumindest sollen solche Menschen wissen, dass es andere gibt, denen Geschäfte mit Tierhaut und Tierfell ein Dorn im Auge sind. Denn ob legal oder illegal, allgemeines menschliches Ethik-Empfinden müsste eigentlich ausreichen, um einem Echtfellverkauf Tür und Tor zu schließen.
Wir möchten heute wieder einmal den Raum nützen, um uns bei den vielen TierschützerInnen zu bedanken, welche für die respekTIERE IN NOT-Projekte Futter sammeln. Dieses Mal durften wir jeweils eine Busladung voll im Berchtesgadener Land und eine weitere in der Mühldorfer Gegend, beides in Bayern, entgegennehmen! Von der Tiernahrung können wir nie genug lagern, Sie wissen es, riesige Mengen werden benötigt – so wie für die kommenden Tage, wo wir einmal mehr eine Hilfsfahrt in den Osten durchführen werden (nähere Infos dazu in Kürze!).
So hatten AktivistInnen aus dem Berchtesgadener Land sowie aus dem oberbayerischen Landkreis  Mühldorf wieder unfassbar große Mengen an Tiernahrung gesammelt, sodass wir letztendlich drei volle Busladungen der Überlebens-Mittel in unser Lager in Salzburg bringen durften! Herzlichsten Dank Ihr Lieben, die Straßentiere des Ostens werden sich freuen!!!!
Selbiger Dank geht dann natürlich auch wieder nach München; dort konnten die so fantastischen Pimpi und Horst einmal mehr große Mengen an Hundenahrung sammlen, und die Tierschutz-Urgesteine Elisabeth und Manfred übergaben uns bei einem Spätabend-Treffen bei Rosenheim die so wertvolle Ladung – einfach nur großartig!!!
Sehr freuen wir uns auch einmal mehr über die erneute Initiative des so feinen Mineralienfachgeschäftes namens ‚Der Laden am Poller‘ am Kajetanerplatz 5 in Salzburg. Dort, wo ohnehin seit langer Zeit ein Einmachglas mit einem RespekTiere-Aufkleber versehen aufgestellt ist sowie RespekTiere-Infomaterial für die KundInnen bereit gehalten wird (wenn Ihr auf der Suche nach echten Unikaten aus Silber oder aus Stein seid, dann gibt es hierfür keinen besseren Ort als den Laden am Poller; unbedingt vorbeischauen!!!), ist jetzt auch noch ein sogeannntes ‚Fachl‘ für uns entstanden; was bedeutet, die dort ausgestellten Kostbarkeiten – angefangen von der DVD, über ganz spezielle Bücher bis hin zum wunderschönen Kaffeebecher – können für eine Spende an RespekTiere erworben werden! Barbara Hörl und ihr Lebensgefährte Harald Schepitz stellen nicht nur diesen Platz und jenen für die Spendenkasse zur Verfügung, sie sind auch mit Leib und Seele ‚echte‘ TierschützerInnen, die überall dort helfend eingreifen, wo es Unterstützung bedarf! Durch ihre Initiative konnte uns die Liebe kürzlich wieder über 300 Euro übergeben, welche direkt unseren Hundeprojekten zugute kommen – einfach fantastisch!
Foto unten: ganz aktuell, Made by Gitti und Gix – handgehäckelte Osterhasen und Kunststoff-Eier!!! 🙂
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