wieder ein schwerverletzter Hund in Nouakchott – aber dieses Mal konnten wir helfen!

Noch immer sind wir etwas traumatisiert; Ihr erinnert Euch, wir berichteten vor kurzem von einem Hund in den Straßen der Hauptstadt, welcher mit einem eingewachsenen Strick um den Hals herumtaumelte. Leider verliefen mehrere Versuche ihn einzufangen ergebnislos; zuletzt tauchte der Arme ab, und er wurde seither nicht mehr gesehen.
Wieviele Hunde hat unser Team inzwischen retten gekonnt? Jedenfalls eine ganze Menge. Und jeder einzelne Fall, mit welchem wir es zu tun hatten, fand letzendlich ein glückes Ende. Doch dieser eine, der erste negativ verlaufende, verunsicherte uns dennoch. Was, wenn es beim nächsten Verletzten, und der kommt so sicher wie das Amen im Gebet, wieder nicht klappen würde?
Foto: trotz allem Aufwand ist sein Schicksal ein ungewisses – er wurde nicht mehr wieder gesehen…
Aber dem Himmel sei’s gedankt, es hat geklappt!!! Vorgestern wurde Zappa von aufgeregten Menschen informiert, in deren Nachbarschaft war ein Straßenhund von einem Auto angefahren worden; der Arme würde sich irgendwo im Häusermeer verstecken, bräuchte dringend Hilfe!
Foto: mit Wasser versorgt, ‚wiederauferstanden‘ nach der OP!
Alleine die Notfallmeldung erfüllt uns übrigens mit riesigem Stolz, zeigt sich doch: wir sind am richtigen Weg! Noch vor einigen Jahren wäre ein solches Schicksal kaum aufgefallen, Tierschutz? Nicht einmal das Wort war bekannt! Tatsächlich konnten wir dahingehend offensichtlich bereits einen deutlichen Abdruck hinterlassen, ein Fakt, der uns künftig noch mehr ansporenen wird!
Zappa zögerte keine Sekunde; zusammen mit Mohamed machte er sich auf die Suche – und fand das Häufchen Elend tatsächlich! Jetzt nur nicht dieselben Fehler machen wie zuletzt; den Hund verschrecken, zur Flucht zu annimieren… Ein Quäntchen Glück kam zu Hilfe: der Verletzte war ausgehungert, nahe dem Verdursten. Und so ließ er die Männer an sich herankommen, denn sie hatten Essen und Wasser bei sich. Was er annahm, nicht nur das: er schlang die mitgebrachten Nahrungsmittel in sich hinein. Und er ließ sich dabei berühren! Noch bevor sein Mahl beendet war, schlief er dann auch schon; das Betäubungsmittel aus der Spritze zeigte schnell Wirkung!
Auch um seine Hals war übrigens ein längst eingewachsener Strick gebunden; seine Hüften sind verletzt, er hat schwere Abschürfungen, mehrere, tiefe, stark blutende offene Wunden – aber Gott sei Dank keine Knochenverletzungen. Zappa musste einige Stellen nähen, Antibiotika und Schmerzmittel verabreichen.
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