Fohlenversteigerung in Abtenau

Wie jedes Jahr um diese Zeit fand auch heuer wieder eine Fohlenversteigerung im salzburgerischen Abtenau statt. Erneut glich der zweckentfremdetet Bergbahnen-Parkplatz einem Rummelplatz. Verschiedenste Aussteller, vom Reitzubehör bis hin zu Plüschpferden und Süßwaren wurde alles angeboten, präsentierten ihr Produkte.

Doch die Hauptattraktion waren natürlich die zum Kauf feilgebotenen Fohlen. Angstvoll blickten diese um sich, immer die Mutter suchend, welche bis zum Verkauf das Kleine begleitete, um es bis zur unweigerlich folgenden Trennung halbwegs ruhig zu halten. Als ob die herrliche Naturgegend nichts besseres zu bieten hätte, folgten wieder tausende Schaulustige dem Aufruf. Und so vermischten sich die Menge, ‚Pferdeliebhaber’ und Pferdehändler zu einem einträchtiges Gespann.

Als aber plötzlich zwei RespekTiere- und Animals Help’-AktivistInnen die Szenerie betraten, schien der Lärm ringsum für eine Sekunde vollends zu verstummen – ein in blutiger Metzgerkleidung, mit der Aufschrift ‚SEELENFÄNGER PFERDEHÄNDLER’ versehen, an einem Seil um den Hals eine Aktivistin mit Pferdekostüm und Pferdemaske hinter sich herzerrend, bahnte sich seinen Weg durch die erstaunten Massen. Die Aktion war ziemlich riskant, jeder kennt wohl das Temperament der angesprochenen Zielgruppe (und im Falle einjer Entgleisung ist auf Hilfe von Passanten bei solchen Veranstaltungen nicht zu hoffen), trotzdem setzen die TierschützerInnen ihren Weg bis zu der Laderampe eines Pferdeverlade-LKW’s fort. Dort wurde halt gemacht. Die Pferdehändler versammelten sich, „Ihr gehört’s ja da raufgetrieben und in den Schlachthof gefahren’ und dergleichen Ausdrücke folgten; Gott sei Dank kam es aber zu keinen Übergriffen. Das Duo setzte seinen Weg quer durch das Marktgelände fort und entschwand den Blicken der Zaungäste. Sehr positiv: außer den Schimpfwörtern konnten der Menge aber auch beifallsbezeugende Aussagen entnommen werden, eine Mutter klärte ihr Kind auf warum diese Aktion wohl stattfindet, usw.

Damit war die Aufklärungsarbeit für die AktivistInnen aber noch lange nicht erledigt; nachdem sie sich am Parkplatz umgezogen hatten, verteilten sie noch ‚Vom Sterben der Fohlen’-Folder am riesigen Parkplatz (bei Interesse bitte bei uns melden – info@respekTiere.at!

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