Protest auf der „Weltmilchnacht“

RespekTiere nutzte die traditionelle Welt-Milchnacht im Salzburger Mirabellgarten, um auf diese traurigen Tatsachen hinzuweisen.

10 000 Besucher, die allermeisten Weiß gekleidet, verfolgten die dargebotenen Vorführungen, als ein Aktivist plötzlich inmitten der Massen eine Kuhmaske aufsetzte, sich mit Kunstblut übergoss und ein Transparent mit der Aufschrift ‚Wir sterben jeden Tag für Eure Ernährungssünden!’ entrollte.

In der Zwischenzeit mischten sich RespekTiere-AktivistInnen in den Menschenauflauf und verteilten die mitgebrachten Anti-Milch-Flyer.

Sofort bildete sich eine PasantInnen-Traube, und was dabei besonders auffiel – obwohl die TierschützerInnen eigentlich eine Veranstaltung störten, gab es doch durch die Bank positive Kommentare! Dutzende BesucherInnen nickten sogar zustimmend, selbst die vielen Security-Leute hatten ein Einsehen und ließen die Prozedur eine ganze Weile zu. Natürlich gab es auch Kritik, aber darauf waren die AktivistInnen vorbereitet. Eine ganze Ansammlung von offensichtlichen Landwirten, gekleidet in  ‚A Faire Milch’-T-Shirts konnten wohl kaum ein gutes Haar am Protest lassen.

Trotzdem, augenscheinlich beginnen sich die Zeiten endlich tatsächlich zu ändern, unglaublich, wie viele Menschen den Wahnsinn der Tierausbeutung nicht nur erkennen, sondern sogar offen für die Tiere Partei ergreifen. Ich hoffe sehr nun nicht zu enthusiastisch zu klingen, noch im Adrinalinrausch des gelungenen Protestes, aber ich glaube, wir sind jene Generation, die noch ganz gewaltige (Ernährung-)Veränderungen erleben wird…

Zurück zur Milchnacht: als sich immer mehr Menschen um die AktivistInnen zu versammeln begannen, erschien der Veranstaltungleiter, umgeben vom plötzlich aufgeregten Security-Personal. Der gute Mann entriss das Transparent, gab es einer Angestellten und forderte den Aktivisten auf das Fest zu verlassen. Binnen Sekunden wurde die bis zu diesem Zeitpunkt so friedlich verlaufene Kundgebung jäh in eine aggressive Stimmung gebracht. Es folgten laute Streitgespräche, gegenseitige Beschuldigungen; erst das besonnene Eingreifen eines Sicherheitsbeamten, er handelte entgegen den Befehlen seines Vorgesetzen, nahm den Aktivisten zur Seite und händigte ihm später sogar das Transparent wieder aus.

Die Aktion hätte nicht besser verlaufen können – die TierrechtlerInnen konnten alle ihre Flyer verteilen, der Protest wurde von der Menschenmenge super aufgenommen, das Wachpersonal konnte eine völlig unnötig angespannte Situation vor einer Eskalation bewahren – ein guter Tag für Tierrechte!

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