Das Leid nimmt kein Ende…

RespekTiere-AktivistInnen deckten heute erneut einen Fall von schwerer berufsmäßiger Tierquälerei auf!

Die Serie will einfach nicht abreißen – auf einer Recherche-Tour, eigentlich zum Zwecke der Überprüfung straffällig gewordener Landwirte, die unlängst von uns überführt worden waren gegen das Tierschutzgesetz zu verstoßen, stießen die TierschützerInnen auf einen besonders schrecklichen Hof: die Stallungen dort sind wie aus einem Lehrbuch für Beispiele, wie es nicht sein darf!

Besonders die Schweinehaltung ist der pure Wahnsinn – die Tiere sind in einem Uralt-Stall untergebracht, fast sämtliche Fenster sind gebrochen,; wahrscheinlich aus Platzgründen müssen Einige gar in einem verfallenem Bauernhaus leben, in solchem Zustand, dass ‚Mensch’ die Gemäuer aus Sicherheitsgründen kaum betreten würde. Die ehemaligen Zimmer sind nur durch Verschläge abgetrennt, die Schweine leben auf nacktem Beton, liegen in den eigenen Fäkalien.. Der Wind pfeift von allen Seiten durch das Gebäude, geschlossene Fenster gibt es nicht, ja es existieren nicht einmal Fenster selbst! Unvorstellbar, wie kalt es bei diesem Wetter drinnen sein muss! Ein ‚Zimmer’ ist mit kleinen Ferkeln belegt, der einzige Raum mit Strohunterlage – ein totes Tier lieg inmitten, in einer Ecke zusammengekauert liegen die restlichen Kleinen vor der Kälte Schutz suchend übereinander.

Es gibt einen Teil des Stalles, wo Zuchttiere untergebracht sind. Mütter in Eisernen Jungfrauen lebendig begraben, Eber in Winzig-Verschlag; und – die TierschützerInnen trauen ihren Augen kaum – eine Reihe von Schweinen an Gurten und Ketten!!!!! Wie einst beim berüchtigten Kettensträflingsbauern in Seekirchen, ebenfalls von RespekTiere-AktivistInnen aufgedeckt, sind die Tiere eng um den Bauch herum mit einem Gurt zusammengeschnürt, an diesem ist eine Kette befestigt, die mit einem Ring im Beton eingelassen ist. Bewegungsfreiheit – gleich Null! Es fehlen die Worte; ein Skandal sondergleichen, der dem Landwirten im Zuge einer fairen Gesetzgebung sofort ein Tierhalteverbot einbringen müsste, wären, ja wären wir hier nicht in Österreich! Wie kann es möglich sein, dass Bauer so schalten und walten darf, wie kann es möglich sein, dass derartige Zustände oft Jahrzehntelang toleriert werden? Agrargünstlinge, ausgestattet mit modernsten Arbeitsgeräten, mehreren Traktoren, aber keinen Cent in die Tierhaltung investiert? Den eigenen fetten Arsch im Trockenen, vor Gier erblindet gegenüber dem Leid, bitterstes Elend wenige Meter vor der Haustüre ausgesperrt! Armer Bauer, morgen bettelst Du erneut, wie schlecht es doch Deinem Berufsstand geht, täglich sperren KollegInnen zu – Agrarförderungen werden Dir Deine Trauer schon versüßen, so lange, bist Du erstickst am Geld – die Seelen Deiner Opfer werden tanzen auf Deinem Grab!

Und nicht nur der Tierhalter selbst, alle ‚Mitwisser’ müssten die Härte der Justiz zu fühlen bekommen; TierärztInnen, die davon wissen müssen, dürften solche Menschen weiter praktizieren? Was ist ein Doktor-Titel heute noch wert, in der Landwirtschaft im Dreck erstickt. Warum? Weil selbige Bauern die Abnehmer  deren Giftcocktails sind. Moderne Dealer, nicht besser als die beschimpften Kriminellen auf den Straßen, die eine gebrochene Gesellschaft mit nie erfüllbaren Träumen versorgen.

 

Eine Anzeige mit Bildern vom Tatort wurde an die BH und an die zuständige Polizeidienststelle gesendet. Was es helfen wird, wird die Zukunft weisen!

Auch mehrere Kuhhalter erhielten heute Besuch von den AktivistInnen. Dabei wurde erneut klar, dass ein Bundestierschutzgesetz allein nutzlos ist, wenn der Vollzug nicht vollstreckt wird. Ein besonderes Auge wurde auf die Stallung eines Landwirten geworfen, wo eine mutige Augenzeugin beobachtet hatte, wie er vor wenigen Tagen eine hinkende Kuh beim Eintreiben in den Stall mit einer Eisenstange schwer geschlagen hatte, und zwar minutenlang – die Arme war auf Grund ihrer Behinderung zu langsam unterwegs gewesen. Die Zeugin wurde aufmerksam, weil sie aus gut 300 Meter Entfernung die Schläge gehört hatte – so fest schlug der Berserker zu! Außerdem war eine tote Kuh mehrere Tage vor dem Stall gelegen, ohne dass sie entfernt wurde – direkt neben einer Landstraße! Warum kein Anrainer den verwesenden Leichnam bemerkt hatte, wird ein Rätsel bleiben. Es wird deshalb auch keine Aussagen geben, die eine Anklage untermauern könnten – der Landwirt besitzt alle Weiden ringsum, jede(r) Anrainer, allesamt selber Bauern, ist in der einen oder anderen Form mit ihm verbunden.

Jedenfalls ist der Stall schrecklich schmutzig, Vollspaltenboden, jedoch ohne Anbindehaltung. Die Kühe waren auch heute, trotz schlechtem Wetters, auf der Weide, was in unserer Zeit wirklich keine Selbstverständlichkeit darstellt. Eine Anzeige wäre so sinnlos, würde bis auf den Ärger des Bauern nichts bewirken. Wir werden den Stall deshalb überwachen, und zwar so lange, bis wir eine echte Möglichkeit sehen, gegen den Schläger vorzugehen.

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