Kundgebung gegen das betäubungslose Schlachten

Das alljährliche islamische Opferfest, türkisch ‚Kurban Bayrami’, ist das bedeutendste Fest der islamischen Welt und wird am 10. Tag des Wallfahrtsmonats, als Höhepunkt der Pilgerfahrt nach Mekka, begangen (der islamische Mondkalender ist kürzer als unser Kalenderjahr, deshalb verschiebt sich der Termin jedes Jahr um 11 Tage nach vor). Das Opferfest erinnert an die Bereitschaft Abrahams einen seiner Söhne zu opfern. Im letzten Moment, bevor der Stammvater den Befehlen Allahs Folge leistete, griff der Schöpfer jedoch erneut ein und befahl: ‚Töte Deinen Sohn nicht!’. Voll der Freude opferte Abraham (Ibrahim) statt dessen einen Widder. Zur Erinnerung an die Rettung des Sohnes Abrahams schlachten Muslime seit diesem schicksalhaften Tag jährlich am Opferfest ein Tier und teilen das Fleisch mit Verwandten, Freunden und Armen. Die Schlachtung hat dabei ohne Betäubung zu erfolgen.Als eklatante Fehlleistung des österreichischen Tierschutzgesetzes gibt es dort einen Passus, der diese Tötungsart, wenn begangen ‚aus religiösen Gründen’, auch bei uns erlaubt. Selbst wenn der Gesetzgeber dann von einer ‚unmittelbar nach dem Schächtschnitt’ zu erfolgenden Betäubung spricht, muss folgende Behauptung  unverrückbar in humanes Gedankengut einzementiert sein: ein Kehlschnitt ohne jegliche Anästhesie ist ein Affront gegen jegliches menschliches Rechtsempfinden, ausnahmslos. 

RespekTiere wollte heute, wenige Tage vor dem Beginn des Opfer’festes’ (Beginn 20.  Dezember), einmal mehr darauf hinweisen, dass eine moderne Gesetzgebung ein betäubungsloses Töten unter Aufwendung aller ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterbinden hat; anderenfalls stellt sie ihre gesamte Entwicklung mehr als nur in Frage, sind alle anderen Errungenschaften fast als nichtig anzusehen. Tierschutz hat noch immer keinen Verfassungsrang, Religionsfreiheit allerdings sehr wohl; würde der Schutz von Lebewesen, das zumindest am geduldigen Papier höchste Gut aller Konfessionen, endlich gleichrangig behandelt werden, keine Sekunde länger könnte eine derart inhumane Vorgehensweise in der Legalität verweilen…

  

TierschutzaktivistInnen suchten sich einen recht spektakulären ‚Tatort’ aus – einen Kreisverkehr, direkte Auf- und Ausfahrt zur Autobahn und zu den Shopping-Tempeln der Stadt, hochfrequentiert…Bitte sehen Sie unser Video zur Thematik an unter www.youtube.com/respektiere (der Film wurde binnen 2 Monate fast 7 000 mal angeklickt!)  

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