Schächtkundgebung in Salzburg

Nach längerer Pause machte RespekTiere heute wieder den Anfang einer beabsichtigten Reihe von Kundgebungen gegen das betäubungslose Schlachten. Wir protestierten im Laufe der letzten Jahre hunderte Male in dieser Form und werden es wahrscheinlich noch viel öfters tun, so lange nämlich, bis das Töten von Tieren ohne vorangegangene Betäubung jenen Status in der Gesellschaft erhält, der diesem so grausamen Vorgang zusteht: eine absolute Undenkbarkeit!!!! Österreich hat sich in seinem gefeierten Tierschutzgesetz wenig galant aus der Brisanz des Momentes gezogen – Betäubungsloses Schlachten, das Schächten, ist da eigentlich verboten, jedoch nicht wenn dies aus ‚Gründen zwingender religiöser Gebote oder Verbote einer gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaft notwendig ist‘. Dann aber muss unter anderem sicher gestellt werden, dass ‚die Tiere unmittelbar anch dem Eröffnen der Blutgefässe wirksam betäubt werden‘. Ungefähr so, als ob man nach dem ersten Schnitt mit dem Skalpel bei einer Operation die Narkose erhält, fällt dem stummen betrachter dabei ein – und selbst dieser drastische Vergleich hinkt sehr hinterher, denn ‚Mensch‘ wüßte ja, dass dies im Zuge einer OP passiere und ihm/ihr zu Gute kommt, es uns danach besser gehen wird – das Tier aber erleidet während es gesamten Vorganges hindurch (berechtigter Weise) pure Todesangst… RespekTiere fordert schon seit Jahren endlich den ‚Tierschutz in die Verfassung‘ aufzunehmen; würde dieser für einen fortschrittlichen Rechtsstaat anzunehmenden Selbstverständlichkeit endlich nachgekommen, wäre das ein Schritt in die richtige Richtung; Religionsfreiheit nämlich ist in der Verfassung natürlich verankert, was sie zur Zeit deshalb weit über den Tierschutz hebt, dieser also kein gleichberechtigter Partner in seinen Anliegen ist. Wären die beiden Grundinteressen aber auf Augenhöhe, dann würden die Tierrechtsorganisationen einen wesentlich Ansatzhebel für die Bemühungen zur Umsetzung eines absoluten Schächtverbotes ohne jegliche Ausnahmeregelung haben.
JETZT müssen wir reagieren; öfters haben wir im Zuge dieser Kampgne schon gehört, dass ein Schächtverbot nicht so notwendig sei, betreffe es doch nur eine kleine Minderheit von Tieren; unbeachtet dessen, dass, wenn es selbst nur ein Tier beträfe sofortiger Handlungsbedarf bestehen würde – wie brisant die Angelegenheit allerdings in Wirklichkeit ist, verdeutlich folgende Tatsache: laut eines Artikels im ‚Kurier‘ gelten die Produktion und der Handel mit dem "reinen" Fleisch (also solchem aus geschächteten Schlachten) als gar vielversprechender Wachstumsmarkt. 2009 machten Halal(=rein)-Produkte bereits 17 Prozent des globalen Nahrungsmittelumsatzes aus, der weltweite Umsatz liegt bei rund 634 Milliarden US-Dollar!
Dass Österreich ein Teil dieser Entwicklung ist, belegt die Realität eindrucksvoll – es gibt bei uns bereits bis zu 500 000 Muslime, diese Zahl könnte nach seriösen Schätzungen bis 2050 auf über 2 Millionen ansteigen. Spätestens dann ist es wohl endgültig zu spät um über ein Schächtverbot nachzudenken!!!!

der blutüberstömte Schächter und das in Kunstblut getauchte Schaf sollten bei der heutigen Kundgebung zu vielphotografierten Objekten werden…


RespekTiere wollte heute einmal mehr darauf hinweisen, dass eine moderne Gesetzgebung ein betäubungsloses Töten unter Aufwendung aller ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterbinden hat; anderenfalls stellt sie ihre gesamte Entwicklung mehr als nur in Frage, sind alle anderen Errungenschaften fast als nichtig anzusehen. Tierschutz hat noch immer keinen Verfassungsrang, Religionsfreiheit allerdings sehr wohl; würde der Schutz von Lebewesen, das zumindest am geduldigen Papier höchste Gut aller Konfessionen, endlich gleichrangig behandelt werden, keine Sekunde länger dürfte eine derart inhumane Vorgehensweise in der Legalität verweilen…



 

 

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