Blutiger Protest beim Schlachthof Bergheim! Veggie Messe Salzburg!

Heute fand in Bergheim bei Salzburg einmal mehr eine Kundgebung gegen den dort beheimateten ‚größten Rinderschlachthof Österreichs‘ statt. Als ‚Tatort‘ wurde hierfür erneut die direkte Zufahrt zur Tötungsanstalt gewählt, ein strategisch günstiger Punkt, weil dort ununterbrochen starker Pendlerverkehr von und zur Stadt herrscht – und alle Tiertransportfahrzeuge die Kehre passieren müssen…
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RespekTiere-AktivistInnen in blutiger Mezgerbekleidung posierten stundenlang vor Transparenten wie ‚Ehrfurcht vor dem Leben ist Abscheu vor dem Töten!‘ ‚Highway to hell – Stop Tiertransporte!‘ und ‚So lange es Schlachthöfe gibt wird es auch Schlachtfelder geben!‘; wieder waren die Reaktionen der PassantInnen sehr erfreulich: vom hochgestreckten Daumen bis zum Hupkonzert war alles dabei, was der Anerkennung der Tierrechtsidee Ausdruck verleiht:) Sogar für einige sehr interessante Gespräche mit FußgängerInnen blieb Zeit; ein sehr netter älterer Herr zum Beispiel erzählte, da er direkt neben dem Schlachthof wohnen würde bekäme er so viele Dinge mit, die ‚Mensch‘ ansonsten gar nicht hören oder sehen möchte… erst gestern sei ein LKW mit ausländischem Kennzeichen zum Schlachthof gebraust, derart schnell, dass die armen Rinder hörbar in den Kurven gegen die Wände krachten, und dass, obwohl die gesamte Zufahrtszone einer 30 km/h Beschränkung unterliegt! Seine Anzeige bleib aber erfolglos, da er das Nummernschild nicht notieren habe gekonnt. An einem anderen Tag hätte er beobachtet wie Tiertransportfahrer bei der Entladung derart brutal mit den Kälbern umgegangen waren, dass er sie zur Rede stellte – eine Drohung deren, ihn zusammenzuschlagen, wenn er noch einmal etwas sagen würde, beendete den Disput nicht, ganz im Gegenteil – die Polizei werde das klären, meinte der mutige Mann. Woraufhin die Tierschänder plötzlich deutlich sanfter mit den ihnen Ausgelieferten umgingen… Eine nette Dame munterte uns auf ’nur ja nicht nachzulassen, man kann den Erfolg der Arbeit schon sehen‘! Etwas skuriller mutete schon ein Gespräch mit einem 87jährigen Mann an, der ganz stolz erzählte, er wäre bei der Olympiade in Berlin, 1936, voller Stolz dabei gewesen. Man mochte ahnen was folgte, die Diskussion begann sich langsam in eine Richtung zu wenden die wir sowas von überhaupt nicht gutheißen konnten, denn wenn Tierrechtsgespräche in eine ‚Unterwanderung von Juden in der EU‘ münden, dann ist es höchst an der Zeit Gesinnungen zu klären und sich zu verabschieden.
 
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Gar nicht entspannt nahmen dann die Transportfahrer den Protest zur Kenntnis; der Daumen ersetzt durch den Mittelfinger sollte noch die freundlichste Geste sein, welche an die AktivistInnen gerichtet wurde. Ein LKW-Fahrer zückte sogar seine Kamera und fotografierte den Protest, warum auch immer.

‚Highway to Hell‘, nennt RespekTiere diese Straße zum Schlachthof, auf welcher so viel Not und so viel Leid tagtäglich passiert; unvorstellbare 100.000 Rinder und Kälber werden im Salzburger Schlachthof mittlerweile alljährlich ‚verarbeitet‘, weit mehr als 70 000 geschlachtet! Im letzten Jahr war der Betrieb wohl öfters als im lieb ist in den Medien, besonders in jenem Zusammenhang – wurde ihm doch vorgeworfen die Arbeitnehmer unter unzumutbaren Umständen zur Arbeit zu verpflichten; von 19-Stunden-Tagen war die Rede, ohne der Abgeltung von Überstunden, mit fast 500 Schlachtungen am Tag. „Es hat Tage gegeben, da bist du heimgefahren, hast fünf Stunden geschlafen und bist wieder hinausgefahren. Da kannst du deine Leistung nicht mehr bringen. Denn irgendwann wirst du einmal ein bisschen langsamer und K.O.“, erzählte ein Mitarbeiter dem ORF. Wer unter ‚ein bisschen langsamer und K.O.‘ wohl am meisten zu leiden hat, ist so schwer dann nicht zu beantworten…

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RespekTiere möchte mit solchen Aktionen die Menschen zum Nachdenken bewegen; besonders vor kommenden Festtagen, welche dann immer noch verstärkt direkt in wahre Massaker an den Tieren münden, sollten wir folgende Tatsache nicht verdrängen: jedes auch noch so kleine Stück Fleisch auf dem Teller setzt den Tod eines Mitlebewesens voraus; wer Fleisch isst, gibt deshalb unweigerlich den Auftrag zum Töten! Seien wir uns dieser riesigen Verantwortung stets bewusst!
Fazit: blutige Ostern? Nicht mit uns! Werden Sie VegetarierIn und retten Sie Leben – jeden Tag!!!

Am kommenden Samstag wird Salzburg einmal mehr zur Veggie-Hauptstadt Österreichs! Zum bereits 3. Mal findet dann die ‚Veggie Planet’, die ‚Messe für’s pflanzliche genießen’ statt. Gespickt ist die Veranstaltung erneut mit diversesten Highlights, angefangen von vielen Vorträgen bis hin zur Kochshow des Weltmeisterbäckers Christian Geiser!

Dutzende Stände, wo man sich über vegane Ernährung informieren, pflanzliche Köstlichkeiten ausprobieren, Neuheiten am veganen Markt einkaufen sowie Kleidung und Bücher shoppen kann, runden das perfekte Angebot ab!
Die so großartige Veranstaltung der Veganen Gesellschaft (www.vegan.at) findet am Salzburger Messegelände, dort in der Halle 10, statt. Beginn Samstag, 29. März, 10 Uhr, bis Sonntag, 30. März, 17 Uhr!!!!

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