Zieseldemos am laufenden Band!!! Bitte helfen sie mit!!!!

RespekTiere setzte dieser Tage wieder die Sensibilisierungskampagne bezüglich der Zieselproblematik in der Kremser Umgebung fort. Wie dringend und zwingend dies ist, bewies eine vorangegangene Rundtour an den besonders gefährlichen Routen. Alleine an der B35 zwischen Hadersdorf und Krems fanden sich dabei täglich bis zu einem dutzend überfahrene Ziesel – unfassbar, bitte bedenken Sie, die kleinen Nager stehen an der Liste der aussterbenden Tierarten ganz oben!!!
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Nun, bei Sommerhitze, erreicht die Lebensfreude der Tierchen zudem ihren Höhepunkt, so sieht man sie überall entlang der Verkehrswege; es scheint, als wäre deren Anzahl eine hohe, aber tatsächlich gibt es Ziesel nur mehr in Niederösterreich (und kleine, durch Bauvorhaben extrem bedrohte Kolonien in Wien), und da hauptsächlich nur mehr in vier ausgewiesenen Gebieten – wobei nach Auskunft des Naturschutzbundes jene bei Krems die einzig stabile ist!!!! Doch anstatt auf diesen wahren Naturschatz stolz zu sein und alles zu unternehmen um den Fortbestand zu gewährleisten, passiert sehr wenig um die selbst in den Verträgen mit der Union ausgehandelten Schutzmaßnahmen für derart bedrohte  Tiergattungen umzusetzen. Es herrscht Stillschweigen, warum? Vielleicht weil den Ziesel vor allem von Seiten der Weinbauern noch immer viel zu oft unterstellt wird schwere Schäden in deren Weingärten anzurichten – was sie erwiesener Maßen nicht tun – und die mit absoluter Mehrheit regierenden ÖVP sich auf keine Diskussion mit ihrer Stammwählerschaft einlassen möchte? Ein Kniefall auf Kosten einer ganzen Tiergattung?

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Wieder konnten die PassantInnen deshalb Gevatter Tod mahnend neben der Straße sehen, ebenso einen (kunst-)blutübergossenen Aktivisten im Zieselkostüm; während die ProtagonistInnen an manchen Tagen den vorbeifahrenden AutofahrerInnen Schilder mit der Aufschrift ‚Bitte langsam fahren! Runter vom Gas ist aktiver Zieselschutz!‘ entgegenstreckten, hielten sie wiederum an anderen tote Ziesel in Händen, um auf die absolute Dringlichkeit des Begehrens explizit hinzuweisen….
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Auf der Suche nach weiteren Zieselkolonien wurden wir gut 30 Kilometer von Krems entfernt fündig, wo ein lokaler Geschäftsmann eine Marktlücke entdeckte und nun eine kleine Bisonherde deren Fleisches wegen hält. Allerdings, im großen Gehege finden dann auch die mit den Präriehunden verwandten Ziesel ideale Bedingungen vor, und das ist ein Punkt der unser Interesse weckte.

Um den genauen Standort des Geheges zu erfahren riefen wir im Vorfeld bei den Tierhaltern an; allein das Telefonat genügte anscheinend um den Besitzer zu alarmieren; jedenfalls fand sich der in der Einöde wieder, nur kurz, nachdem wir den Ort gefunden hatten. Augenscheinlich wollte er überprüfen was denn unsere Belange wirklich wären, das mit den Ziesel musste hierfür in seinen Augen wohl nur eine Ausrede sein…
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Das Gespräch war dann dennoch ein interessantes – Ziesel gäbe es hier einige, so um die geschätzte 150, Schaden würden sie aber schon enormen anrichten, nämlich an den angrenzenden Feldern, wo sie sich an Getreidehalmen gütlich tun. Das Land Niederösterreich – ein Punkt, der uns sehr erfreute, zeigt er doch, dass es tatsächlich doch Initiativen gibt, würde den Besitzer eines solchen Feldes finanziell unterstützen, dessen Acker subventionieren, aber beim anderen wäre das nicht so – eine Konstellation, welche natürlich Zündstoff in sich birgt.
Fakt ist, selbst gefährdete Tiere finden heute kaum mehr einen Platz zum Leben, wie entlegen der auch sein möge – wir gestehen ihnen diesen beschämender Weise trotz der akuten Situation nicht zu; überall beansprucht ‚Mensch‘ alles für sich, und letztendlich werden wir uns wohl wiederfinden, als alleinige Lebensform auf diesem Planeten – als Ebenbild unseres Gottes, ein Ebenbild, welches dessen gesamte Schöpfung auslöschte…
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Bitte helfen Sie mit die letzten Ziesel zu schützen; bitte schreiben Sie den Gemeinden in den Zieselgebieten, fragen sie ganz höflich, was den unternommen werden würde, um die Nager zu behüten! Sagen Sie, Sie hätten das Massaker an den Straßen bezeugt – Sie tun dies ja auch, entweder wenn Sie in den ausschlaggebenden Gegenden wohnen sowieso täglich, oder alleine auf Grund des Betrachtens der Bilder, welcher wir Ihnen in den Newslettern zusenden!
 

Es ist noch nicht zu spät – aber jetzt zählt jede Minute!!!!

 

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