Tierrecht kommt an diesem Thema nicht vorbei: unsere unveränderte Position zum Thema Schächten!

 

RespekTiere hat sich in vergangenen Jahren  stets an vorderster Front für ein ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schächtens ohne wenn und aber eingesetzt. Mit der Erhebung des Tierschutzes in den Verfassungsrang war ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg dorthin erreicht, ein kurzes Aufatmen sollte die Folge sein.
Doch fast über Nacht droht neue Gefahr, eine Aufweichung bestehender Gesetzte steht plötzlich wieder im Raum. Warum? Wohl auch aus politischem Kalkül, im Kampf um Wählerstimmen, durch den Zuzug vieler Menschen aus arabischen Ländern, durchwegs muslimischer Religion angehörig, sprechen sich tatsächlich (völligst unverständlich, weil sie damit niemanden einen Dienst erweisen, außer Jenen, die Vorurteile schüren) vermehrt PolitikerInnen dafür aus, wichtige Errungenschaften wieder einmal in Frage zu stellen.
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Kundgebung gegen das Schächten in Wien

Warum vor allem StaatsdienerInnen aus den Reihen der Grünpartei hier vorpreschen, ist das besondere Rätsel daran; war seit den Gründungsjahren nicht gerade der Tierschutz eine der Grundfesten jener Ideologie? Warum verabschiedet man sich mehr und mehr von der eigentlichen Basis, stößt treue WählerInnen – solche, die ihr Vertrauen in die von ihnen gewählten VolksvertreterInnen gesteckt hatten und haben – so vor den Kopf?

Besonders ein Gespräch des innenpolitischen Sprechers der deutschen ‚Grünen‘, Volker Beck, lässt tiefe Sorgenfalten auf der Stirn von TierschützerInnen zurück; in einem Interview mit dem Fernsehsender Phoenix zur im Moment alles beherrschenden Flüchtlingsdebatte forderte er, nicht unberechtigt, mehr Akzeptanz für religiöse Bedürfnisse von Asylsuchenden; diesen Ansatz untermauerte er mit folgenden Worten: ‚Notwendig ist auch der Respekt der Mehrheitsgesellschaft gegenüber den religiösen Vorstellungen und Vorschriften von Minderheitsreligionen" (die Frage, die bleibt, ist dann wohl aber auch gleichberechtigt jene: ist im Gegenschluss dann nicht im selben Maße der Respekt von Minderheitsreligionen für die Gesetze der Mehrheitsgesellschaft, in welcher sie sich integrieren wollen, beachtenswert? Niemand – zumindest niemand Denkender – stößt sich an fremden Religionen, aber dann, wenn solche Riten oder Gebote enthalten, welche in den Gesetzbüchern der angesprochenen Mehrheitsgesellschaft explizit verboten sind, dann darf dieses Verbot derartiger Handlungen ebenso selbst erklärend nicht in Frage gestellt werden; tut man es dennoch, verursacht man damit eine völlig unnötige Debatte, eine tiefe Spaltung in der Gesellschaft, und gießt zudem Öl ins Feuer, versorgt die Mühlen von HetzerInnen und Ewiggestrigen mit Wasser…). So weit, so gut.
Wie für den Bundestagsabgeordneten dieser Respekt aber Gestalt bekommen würde, verriet er dann auch gleich –  darunter würde beispielsweise die Akzeptanz religiöser Kopfbedeckungen fallen, weiters die Beschneidung – und nicht zuletzt das Schächten von Tieren!

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Während ersteres (immer vorausgesetzt es passiert nicht gegen den Willen von Menschen) unwürdig jeder Debatte ist (Kopftücher etwa, bitte vergessen wir es nicht, sind auch Teil der eigenen Kultur, der urbäuerlichen Tradition; die allermeisten unserer Großmütter, sofern sie in ländlichen Gebieten zu Hause sind, tragen solche regelmäßig, wenn auch nicht aus religiösen Gründen – und sie stehen ihnen vorzüglich! Wer sich am Kopftuch stört, der/die hat ein grobes Problem: aber nur mit sich selbst!), möchten wir zweiteres nicht wirklich diskutieren, einfach, weil es zum einen nicht Sache des Tierschutzes ist und zum anderen in die Thematik eingelesene Menschen wesentlich mehr dazu zu sagen haben und ohne jede Frage den Sachverhalt wesentlich informativer argumentieren können. Beim Thema ‚Schächten‘ allerdings, da stellt sich die Angelegenheit wesentlich anders dar, hier sind WIR gefordert!
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RespekTiere vor dem Parlament in Wien!

Und wir finden klare Worte! Die Aussagen des Grün-Sprechers bezüglich des Schächtens – immer vorausgesetzt es ist damit das ‚betäubungslose‘ gemeint – sind für uns untragbar, eines modernen Empfindens nicht würdig und völlig entbehrlich! Hat der gute Mann je eine Schächtung miterlebt? Weiß er, wovon er hier spricht? Kann er das unvorstellbare Leiden, über welches er so leichtfertig richtet, irgendwie nachvollziehen? Wir aber, im Gegensatz dazu, können es: wir haben Dutzende Schächtungen gefilmt, wenn auch in Afrika, und da diese Tötungsmethode überall gleich funktioniert, ist der Vergleich wohl mehr als zulässig. Ein geschächtetes Tier in einem 3.Welt-Land leidet nicht anders als eines in Österreich, es macht dabei keinen Unterschied, ob es sein Leben im Sand oder auf hygienisch reinem Fliesenboden aushaucht!

Das besonders Unerträgliche, Unverständliche, Tragische: wer überhaupt verlangt diesen Kniefall? Wer hat danach gefragt? Weiß Herr Beck denn nicht, dass er genau jene, welche er hier so einfallslos zu beglücken versucht, mit seinem Vorstoß in eine prekäre, äußerst gefährliche Lage bringt, indem er dem brauen Pack eine echte Steilvorlage liefert?
Warum, so fragen wir Herrn Beck, hat uns der Präsident der Israelitschen Kultusgemeinde in Salzburg, einst breitwillig davon erzählt, mit wie wenig Leid das Schächten verbunden sei – ‚es gibt da kein Zucken und kein Rucken, wird der Schnitt gut ausgeführt, ist das Tier sofort tot‘;  auf die Frage, ob wir uns selbst davon überzeugen könnten, ob er denn einen Termin ausmachen und wir einer jüdischen Schächtung beiwohnen könnten, sagte er spontan und ohne zu zögern zu. Doch als nach mehreren Wochen kein Terminvorschlag kam, wir uns wiederholt erkundigten, aber der Herr Präsident plötzlich nicht mehr zu sprechen war – in Fakt uns dann sogar beim Staatsschutz diffamierte – spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde uns und wohl auch ihm klar, dass seine Behauptungen unhaltbar gewesen sind!
Können Sie sie auch nicht mehr hören, diese hohlen Phrasen aus der puren Theorie, wenn Menschen im Überschwang der Gefühle davon faseln, dass ja auch die hierzulande üblichen Schachtmethoden schrecklich seien, und das Schächten daher auch nicht schlimmer und somit zulässig sein sollte! Unfassbar, selbst aus dem Tierschutzbereich sind inzwischen derartige Stimmen zu hören… Dazu gilt es folgendes festzustellen: Ja, es stimmt, Schlachten ist immer grausam, und jede/r einzelne von uns hat die einfache Möglichkeit, eine solche Grausamkeit endgültig abzustellen, jeden Tag auf ein Neues mit der Wahl des jeweiligen Essens, beim Einkauf und am Küchentisch! Aaaaber: ohne jede Frage, und dies sagt der Verstand, ist betäubtes Schlachten zumindest weniger grausam als unbetäubtes! Wenn jetzt jemand einwendet, auch in ‚unseren‘ Schlachthöfen wachen regelmäßig Tiere aus der Betäubung auf, ja, da müssen wir leider recht geben; aber – wie wertig ist ein Vergleich wenn man bei der einen Seite von der schlechtesten Variante ausgeht (gegen die man dann auch gesetzliche Schritte unternehmen wird und kann, Anmerkung), bei der anderen, wo selbiger Vorgang ein selbstredendes Muss ist, aber von der besten? Und jene ‚Beste‘ ist dann auch noch eine nie zutreffende, denn entgegen allen anderswertigen Behauptungen gibt es neben der Sprache des Verstandes auch noch hunderte wissenschaftliche Gutachten, welche beweisen, dass das Tier NIE sofort nach dem Kehlschnitt tot sein kann oder nichts spürt vom furchtbaren Gesehen selbst!
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RespekTiere protestierte im Laufe der letzten Jahre hunderte Male in verschiedensten Kundgebungsformen gegen das Schächten und wir werden es wahrscheinlich noch viel öfters tun, so lange nämlich, bis das Töten von Tieren ohne vorangegangene Betäubung jenen Status in der Gesellschaft erhält, der diesem so grausamen Delikt zusteht: dem einer absolute Undenkbarkeit!!!! Österreich, nur zur Info, hat sich übrigens in seinem gefeierten Tierschutzgesetz wenig galant aus der Brisanz des Momentes gezogen – Betäubungsloses Schlachten, das Schächten, ist da zwar explizit verboten, jedoch nicht, wenn dies aus ‚Gründen zwingender religiöser Gebote oder Verbote einer gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaft notwendig‘ ist. Dann aber muss unter anderem sichergestellt werden, dass ‚die Tiere unmittelbar nach dem Öffnen der Blutgefäße wirksam betäubt werden‘ (das sogenannte Post Cut Stunning). Ungefähr so, als ob man nach dem ersten Schnitt mit dem Skalpell bei einer Operation die Narkose erhält, fällt der/dem stummen BetrachterIn dabei ein – und selbst dieser drastische Vergleich hinkt sehr hinterher, denn ‚Mensch‘ wüsste ja, dass dies im Zuge einer OP passiere und ihm/ihr zu Gute kommt, es uns danach besser gehen wird – das Tier aber erleidet während es gesamten Vorganges hindurch (berechtigter Weise) pure Todesangst…
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JETZT, im Anbetracht der bestehenden Ausgangslage, müssen wir reagieren; nun, im Zeitalter der Flüchtlingsströme, kommt diese alte-neue Problematik nämlich mit ungeahnter Wucht auf uns zu – es ist zu befürchten, dass im Zuge der Menschlichkeit, wo jedermann/frau alleine auf diesen Aspekt konzentriert scheint, in den letzten Jahren mühsam erkämpfte Rechte für die Tiere erneut völlig ins Hintertreffen geraten! Ja, die Gefahr ist gegenwärtig, ohne jeden Zweifel, denn erst einmal steht wie selbstverständlich das Wohl der Menschen im Vordergrund; es ist wunderschön, dass sich so Viele für die Vertriebenen einsetzen, dass wir sie helfend in unserer Mitte aufnehmen  – vergessen dürfen wir dabei aber nicht auf die Tiere, welchen in so vielen arabischen Kulturen leider praktisch keinerlei Schutz gewährt wird. Wie werden die Menschenmassen auf diese Herausforderung reagieren? Ganz sicher ist es nicht das richtige Zeichen im Vorfeld, wenn auf Bahnhöfen ‚Halal‘-Fleisch als Willkommensgabe angeboten wird, ein solches Vorgehen schadet nicht allein den Tieren, sondern über Umwegen wie ein Bumerang auch den Flüchtlingen selbst; weil es Unmut kreiert, weil es der zum Himmel stinkenden Ausländerfeindlichkeit einen Anlass, einen Nährboden bereitet!
…öfters haben wir im Zuge dieser Kampagne schon gehört, dass ein Schächtverbot nicht dringend notwendig sei, betreffe es doch nur eine kleine Minderheit von Tieren; ungeachtet dessen, dass, wenn es selbst nur ein Tier beträfe, sofortiger Handlungsbedarf bestehen würde – wie brisant die Angelegenheit allerdings in Wirklichkeit ist, verdeutlich folgende Tatsache: laut eines Artikels im ‚Kurier‘ gelten die Produktion und der Handel mit dem Fleisch geschächteter Tiere (‚halal‘ kann mit erlaubt oder zulässig übersetzt werden. Es beschreibt also jene Dinge und Handlungen, die nach islamischem Gesetz ‚erlaubt‘ oder ‚zulässig‘ sind) als gar viel versprechender Wachstumsmarkt. Bereits vor fünf Jahren machten Halal-Produkte 17 Prozent des globalen Nahrungsmittelumsatzes aus, der weltweite Umsatz liegt bei rund 1100 Milliarden Euro (Quelle: Kurier, Statista Deutschland; ganz wichtig in diesem Zusammenhang: natürlich muss unterschieden werden: ‚halal‘ ist nicht gleichbedeutend mit ‚betäubungslosem Schlachten‘; vor allem Muslime akzeptieren im Generellen eine Anästhesie vor dem Schächtschnitt, und tatsächlich derart durchgeführt besteht zu den heimischen Schlachtmethoden dann kaum ein Unterschied. Auch Folgendes muss einmal gesagt sein: wenn sich unter gegebenen Voraussetzungen andersgläubige EuropäerInnen, die ihrerseits selber Fleisch essen, über Muslime mokieren oder beschweren, dann ist das, verzeihen Sie die Formulierung, mehr als scheinheilig)!
Dass Österreich ein Teil dieser Entwicklung ist, belegt die Realität eindrucksvoll – noch weit vor der Flüchtlingswelle verzeichnete die muslimischen Glaubensgesellschaft alleine von 2001 bis 2012 in Österreich einen Anstieg um fast 70 % (von 338.988 auf 573.876 Personen), in der Bundeshauptstadt gar um 78,6 % (Quelle: Institut für islamische Studien der Uni Wien)! 2013 ging man davon aus, dass die Zahl der Angehörigen muslimischer Glaubensrichtung bis 2050 auf über 2 Millionen ansteigen wird (Vergleich: Angehörige römisch-kath. Religion in Österreich 1970 ca. 87 %, 2014 ca. 61 %; im selben Zeitraum muslimische Religion von 0,3 % auf mehr als 7 %). Jetzt, während des unaufhörlichen Zustroms von muslimischen Flüchtlingen, haben sich die Prognosen wohl von selbst überholt. Spätestens nun aber ist es höchst an der Zeit, das geltende Schächtverbot offen auszusprechen und unverrückbar festzustellen: es wird in diesem Punkt keinerlei Aufweichung geben!!!!
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Foto: auch wenn es so enorm schmerzhaft ist, bitte beachten Sie den Todeskampf im Bild, eine Verkrampfung der Hinterbeine, die so entsetzlich die Mär vom sofortigen Tod beim Schächtschnitt widerlegt… dieses Foto, übrigens unter abenteuerlichen Umständen entstanden, ist Zeugnis dafür, das betäubungslose Schlachten endlich vollständig zu verbieten, ohne Wenn und Aber, ohne Ausnahmeregelungen für wen auch immer!
Österreich hat den Tierschutz nach vielen Jahren des Kämpfens der Tierrechtsorganisationen endlich auch in seiner Verfassung festgesetzt; somit ist der Tierschutz gesetzlich auf gleicher Ebene gegenüber des Rechtes der freien Religionsausübung zu betrachten. Auswirkungen auf die Erlaubnis des betäubungslosen Schlachtens hat dieser Meilenstein aber bisher nicht gebracht – eigentlich ein unvorstellbares Beschämnis!
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Fotos, erste Reihe: RespekTiere-Kundgebung auf den Stufen des Parlamentes; vor dem Wissenschaftsministerium; Fotos Mitte: RespekTiere-Recherche mit versteckter Kamera in einem Schächtschlachthof!
Eine aufgeklärte Gesellschaft muss sich wohl irgendwann die Frage stellen: darf, kann, sie einen Ritus wie jenen in sich dulden? Oder ist eine solche Duldung gleichzeitig der Todesstoß für ihre eigenen Werte, ganz nach dem Motto: eine Gesellschaft, die alles erlaubt, muss auch erlauben alles zu verbieten? Sie sich in dieser Diskrepanz zunehmend bis zur eigenen Bewegungslosigkeit behindert und immens schwächt, von ihrem Innersten her langsam selbst auffrisst? Eines scheint jedenfalls sicher: Religionsfreiheit darf niemals eine Rechtfertigung für Tierquälerei sein; und um Tierquälerei handelt es sich wohl ganz bestimmt, wenn Mitlebewesen bei vollem Bewusstsein die Kehlen aufgeschnitten wird und man sie langsam verbluten lässt. Nicht zu vergessen ist unser Leitsatz: Tierquälerei ist auch dann noch Tierquälerei, wenn sie im Namen einer Gottheit geschieht!
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Fotoserie: entsetzliche Bilder, welche wir in einem muslimischen Land gemacht haben; obwohl diese Aufnahmen nicht in Österreich entstanden sind, erachten wir eine Veröffentlichung an dieser Stelle dennoch für legitim, denn Schächten passiert überall gleich; egal wo, es gibt hier keinen Unterschied, etwa in technischem Fortschritt …
Kundgebungen gegen das betäubungslose Schlachten sind eine heikle Angelegenheit, dieser Umstand ist uns sehr bewusst (weshalb sich dann auch so wenige Tierschutz- und Tierrechtsvereine an das Thema heranwagen); einerseits ist der Tatbestand der Tierquälerei wohl so eindeutig wie kaum sonst wo gegeben, andererseits aber ist die Religionsfreiheit, und damit auch die Ausführung der jeweiligen Religion konformer Riten, in der Verfassung jedes modernen Rechtsstaates festgehalten. Deshalb geht es bei Schächtdemos aber keinesfalls gegen AusländerInnen (wer deswegen teilnehmen möchte, dem sei gesagt: fernbleiben!!!), schon gar nicht gegen Muslime oder Juden/Jüdinnen, sondern einzig und allein gegen die Schlachtungsart selbst – egal von wem dann auch immer durchgeführt! Wir distanzieren uns im Zuge solcher Kundgebungen selbstverständlich allerschärfstens von jeglichem rassistischem Hintergrund und etwaiger Fremdenfeindlichkeit. Es geht dabei einzig und allein um das Wohle der Tiere! (nochmals zur Verdeutlichung unserer Position: ja, sie mögen nun vielleicht einwenden, auch in ‚unseren‘ Schlachthöfen passieren schlimme Dinge – und das tun sie jede Sekunde, bei jeder noch so ‚humanen‘ Tötung, wobei das Wort ‚human‘ in diesem Zusammenhang schon eine Zumutung sondergleichen ist – und auch hier wachen Tiere regelmäßig aus der Betäubung auf; das stimmt, und überzeugen Sie sich auf unserer Homepage, wir werden nicht müde vor ‚heimischen‘ Tötungsanstalten zu protestieren; nicht umsonst haben wir die spektakulären alljährlich Anfang Februar stattfindenden ‚Anti-Schlachthoftage‘ ins Leben gerufen – aber in diesem Falle hat man bei Bekannt werden wenigstens die Möglichkeit rechtlich gegen die Grausamkeit vorzugehen, während die Schächtung Recht an sich ist; allerdings, wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! P.S.: es gibt nur einen echten, wahren und 100% wirksamen Ausweg aus dem Dilemma: werden Sie, wenn Sie es nicht schon sind, noch heute zum/zur VegetarierIn!!!)
 
RespekTiere weist mit spektakulären Kundgebungen immer wieder auf das dringliche Thema hin; selbst im Ausland werden wir nicht müde das betäubungslose Schlachten anzuprangern – so zum Beispiel haben wir bereits im Bosnien und Montenegro protestiert, in Deutschland sowieso, in London wurden wir im Zuge einer diesbezüglichen Kundgebung einst sogar beinahe verhaftet. Auch vor der türkischen Botschaft wurden wir vorstellig, wo uns später der türkische Botschafter zu einem Gespräch einlud – und wo er dann unmissverständlich feststellte, dass seine Landsmänner und -frauen ganz klar eine Betäubung vor dem Schächtschnitt dulden! Ein Protest vor den Toren der Israelitischen Kultusgemeinde in Salzburg hingegen brachte uns eine Anzeige beim Staatsschutz ein.
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Fotos: Kundgebung in London, nur knapp entgehen wir dabei einer Verhaftung durch die englische Polizei!
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Fotoserie, erste Reihe: Kundgebung am Salzburger Alten Markt; rechts: vor dem Landtag in Niederösterreich; Reihe Mitte: vor der Kultusgemeinde in Salzburg, was den Staatsschutz auf den Plan rief; Fotos unten: Kundgebung in Krems, Niederösterreich; rechts: vor der türkischen Botschaft in Salzburg!
Mehrere Male standen wir bereits auf den Stiegen des Parlamentes, also am direkten Zugang zur Gesetzgebung, um unsere diesbezügliche Meinung kundzutun. Selbst die Salzburger Festspiele sind uns nicht heilig, gut betuchte und elegant gekleidete Gäste können dort immer wieder Schlächter und nur mit Lendenschurz und Schafmaske bekleidete AktivistInnen sehen, welche sehr realitätsnah im (Kunst-)Blut ertrinken.
Wir versprechen vom ganzen Herzen nicht müde zu werden solche Proteste durchzuführen, so lange, bis eine derart augenscheinliche Tierquälerei endlich und für alle Zeiten dorthin gereiht wird, wo sie hingehört – in die Vergangenheit!
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Foto: versteckte Aufnahmen in einem Schächtschlachthof, welche uns nur durch das Eingehen eines großen Risikos gelungen sind…
Übrigens: die Heftigkeit des Ist-Zustandes ist wahrscheinlich für jene Menschen, welche nie eine Schächtung gesehen haben (und hoffentlich nie sehen werden…), kaum begreifbar. Für andere aber, jene, die den Vorgang miterlebt haben (erleben mussten, um beispielsweise Zeugnis ablegen und gegebenenfalls Vorurteile ausräumen zu können), stellt sich die Frage nach einem Verbot gar nicht mehr – dieses muss ganz einfach eine Selbstverständlichkeit sein! Glauben Sie uns, der Todeskampf der Tiere, das oft minutenlange Ringen nach Luft, das Röcheln aus offener Kehle, der Laut der entsteht, wenn eine durchtrennte Luftröhre verzweifelt nach Sauerstoff schnappt – das menschliche Gehirn kann solche Eindrücke nicht verarbeiten, geschweige denn je vergessen. Es bleiben zwei Möglichkeiten: sich danach  für immer in sich selbst zurückzuziehen, gebranntmarkt, oder aber zum Anwalt zu werden und das Ungeheuerliche fortan anzuprangern!
Was noch gesagt werden sollte: GegnerInnen des Schächtens Ausländerfeindlichkeit vorzuwerfen ist, verzeihen Sie uns die klaren Worte, pure Feigheit; Tierrecht welches dieses Thema ausspart ist der Unvollständigkeit zu bezichtigen. Tierrechtsvereine, welche ihre Stimme nicht oder nur sehr vorsichtig gegen diese Grausamkeit erheben, tun dies sehr oft um nicht in jene Zwickmühle zwischen BefürworterInnen und GegnerInnen zu gelangen, ein Spalt, der sich ob der bohrenden Problematik wie selbstverständlich auftut und nur zu oft viele Unannehmlichkeiten in sich birgt. Aber bloß abzuwarten und aus der Entfernung zuzusehen verhindern eine sachliche Diskussion, entbindet jene, die ihr Wort erheben, einer immens wichtigen Stimme! Am Beispiel RespekTiere: wir waren IMMER und stehen nach wie vor für den Weg der Diskussion, des Dialoges; nicht umsonst hatten wir – was zu der Zeit noch niemand vor uns bewerkstelligen konnte – ein bis heute beispielhaftes Symbosium ins Leben gerufen, ‚Tierschutz im Islam‘ genannt, welche viele Einsichten und ein Gefühl von Miteinander brachte.
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 Fotos: Kundgebung Salzburg; rechts: vor dem Landtag in Innsbruck, Tirol
Überlegen Sie: wir können und müssen gegen das Robbenschlachten sein, ohne des Hasses gegen KanadierInnen verdächtigt zu werden; wir dürfen gegen den Singvogelfang sein, ohne uns dem Vorwurf des Rassismus gegen ItalienerInnen stellen zu müssen; gleich verhält es sich mit dem Stierkampf, wo wir als fühlende Wesen eine gemeinsame Stimme für die Tiere darstellen, ohne gleichzeitig einer Schwachsinns-Anklage entgegen sehen zu müssen SpanierInnen nicht zu mögen.
Warum aber werden dann Anti-Schächtkampagnen mit Antisemitismus verglichen, mit Feindlichkeit gegenüber des Islams? Sind wir als Gesellschaft wirklich schon so verarmt, dass wir keine Stimme mehr haben dürfen, wenn es um die allernotwendigsten Regeln im Umgang mit Tieren nach jahrtausendelang gewachsenen westlichen Werten geht? Ist es so, dann können wir uns gleich zurücklehnen und unsere Hände in Unschuld verschränken; ist es so, dann haben wir aus der Geschichte nichts gelernt und den Kampf für die Rechte der Tiere endgültig verloren, oder noch schlimmer, der Gleichgültigkeit ausverkauft…
Unbetäubtes Schlachten ist gleichbedeutend mit unfassbarem Tierleid! Verwechseln wir nicht Toleranz mit Naivität – eine derartige Toleranz, eine derartige Akzeptanz, bereitet in Wahrheit viel eher nur den Boden für Hass und Separation!
Dafür und dazu stehen wir in völliger Selbstverständlichkeit: Refugees welcome – importiertes Tierleid nicht!!!
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