Die Esel in Mauretanien brauchen unsere Hilfe! Anzeige gegen Eselhalter! Bericht in der ‚NÖN‘!

 

Im gut 4500 Kilometer (Luftlinie) entfernten Nouakchott, der Hauptstadt Mauretaniens, wird die Misshandlung eines Tieres im Allgemeinen nicht als Delikt erkannt. Dort, wo selbst Menschenrechte mit Füßen getreten werden (Mauretanien gilt als jenes Land, wo der Anteil von Sklaven gemessen an der Gesamtbevölkerung der höchste der Welt ist…), kämpft der Tierschutz gleich einer verwelkenden Pflanze im Wüstenboden um seine Anerkennung in einfachster Form. Unter den gegebenen Bedingungen kann er nur sehr schwer Wurzeln schlagen – und dennoch, oder gerade deswegen, dürfen wir den Kampf für die Tiere niemals aufgeben! Nur durch Vorbildwirkung, gänzlich ohne den erhobenen Zeigefinger, wird der Gedanke letztendlich gedeihen können.
 
Als Resümee all dieser Gründe fungieren die Ärzte der mobilen RespekTiere-Eselklinik neben ihrer so immens wichtigen Arbeit der Wundversorgung und des Hufeschneidens immer auch als Tierschutzlehrer; sie werden nicht müde, bei jeder Behandlung über die Wechselwirkung zwischen der guten Haltung und der damit einhergehenden Gesundheit der Tiere aufzuklären. Esel stellen fast immer die alleinige Einkommensquelle für die Halter dar, fällt das Tier aus, wird die gesamte Familie an den Rand der Existenz gedrängt. Das Problem: in einem Land, wo es kein Zukunftsdenken gibt, wo besonders für arme Menschen nur das Hier und Jetzt zählt und selbst das Morgen in unerreichbarer Ferne zu liegen scheint, wird versucht, jeden Tag die größtmögliche Arbeitsleistung (und damit das größtmögliche – dennoch immer kärgliche – Einkommen) aus den Tieren herauszuholen – ein Grund, warum die Lebenserwartung eines Esels nur wenige Jahre, oft nur 2 oder 3, beträgt; im normalen können die Grauohren über 50 Jahre alt werden!
 
   
   
Fotos: Reihe eins, Hufarbeiten: sie sind gefährlich und nicht zuletzt auf Grund der begrenzten Möglichkeiten muss der Schmied extreme Vorsicht walten lassen; man kann die Arbeitsbedingungen nicht mit denen eines Hufschmiedes in Europa vergleichen…

Dieses so ausdrucksstarke Plakat haben wir in Zusammenarbeit mit Apelt Design (www.apelt-design.de) extra für unsere Eselhilfe in Mauretanien entworfen. ‚Wenn Du Gnade am Tier übst, wird Allah Gnade an Dir üben‘, lautet die so wichtige Koran-Sure!
Das Plakat klebt in Form von Stickern zudem auf tausenden Wasserfässern und Eselkarren, und immer zieht es die Blicke der Menschen magisch an – manchmal können auch kleine Dinge zum großen Erfolg führen.
Auf jeden Fall ist der Zugang über die Religion bei weitem versprechender als jener über den Tierschutz an und für sich…
 

Eine weitere Stütze unserer Bemühungen ist die Religion; Mauretanien ist ein 100 % islamisches Land, die Menschen hier sind tief religiös. Nur, auch wegen der unfassbar hohen Analphabetenrate, wissen sie viel zu oft gar nicht, was im Koran steht; dort finden sich nämlich viele Stellen, welche das Schlagen und Misshandeln von Tieren anprangern! So erinnern wir bei jeder Gelegenheit daran, und immer wieder schalten wir sogar Radio’werbungen‘, wo ein Iman diverseste Stellen aus dem Heiligen Buch vorliest! Sieh da, diese Vorgangsweise hat bisher die besten Erfolge gebracht – tatsächlich ist seit dem Start deren die Situation an den Arbeitsplätzen der Esel wesentlich besser geworden! Doch durchatmen können wir deshalb noch lange nicht, im Gegenteil. Jetzt gilt es nachzusetzen, ohne Pause! Dazu benötigen wir Ihre Hilfe, vielleicht dringender denn je (durch die unfassbaren Entwicklungen im Weltgeschehen sind die Tierschutzproblematiken leider einmal mehr in den Schatten des Interesses geraten)! Wir bitten Sie deshalb von ganzem Herzen – bitte helfen Sie uns helfen! Mit Ihrer Spende ermöglichen sie uns die Behandlung von verletzten Tieren – zurzeit sind es weit mehr als 1000 Esel, welchen unser Team Monat für Monat die schlimmsten Schmerzen erspart!!!
 
Foto: die Kinder, wie überall sonst auch, sind die Zukunft! Ihnen gilt ein großer Teil der Aufklärungsbemühungen!

Auch bei uns läuft die Beziehung zwischen Mensch und Esel nicht immer so wie sie sein sollte – zum Beispiel mussten wir dieser Tage wieder eine Anzeige machen, dieses Mal gegen einen Tierhändler, der im Umfeld eines beliebten Ausflugsziels auf einer Alm nahe Salzburg mehrere seiner Tiere hält, welche für den Weiterverkauf bestimmt sind. Darunter befindet sich dann auch ein Esel, dessen Hufe in schlechtem Zustand sind. Obwohl schon mehrfach darauf hingewiesen – angeblich war auch schon der Amtstierarzt vor Ort, fand jedoch keinen beanstandswerten Zustand… – findet es der Tierhalter seit Monaten nicht der Mühe wert, dem Esel Erleichterung zu verschaffen, nimmt damit eine unkorregierbare Fehlstellung in Kauf. Die Frage ist, wenn es nur so wenig bedarf, um die gesetzlichen Richtlinien einzuhalten, und nicht einmal das funktioniert, wo soll dann bitteschön Vertrauen in die Handlungen der ausführenden Organe entstehen????

 
   
   
Fotos: hier wären Hufarbeiten dringend nötig… auch das Pony und dessen Baby scheinen nicht wirklich in guter Verfassung…

Die erfreuliche Nachricht zum Schluss – unser 6. Kastrationsprojekt in Breznik hat auch medialen Niederschlag gefunden! So berichteten die renommierten ‚Niederösterreich-Nachrichten‘ (NÖN) darüber! Ganz wichtig: wenn Sie einige Minuten Zeit haben, 2 oder 3 Sätze genügen schon, bitte schreiben Sie der Redaktion! Wenn man dort nämlich registriert, Artikel über Tierschutz interessieren die Menschen, dann erhöht sich die Chance signifikant, dass in Zukunft noch mehr über dessen Anliegen berichtet wird! redaktion.krems@noen.at

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