Kundgebung zum Welttierschutztag am ‚Highway to hell‘! RespekTiere bei der Pfotenhilfe

Entlang der Zufahrtstraße zum Schlachthof Bergheim, von der Westautobahn kommend, liegt der von uns so bezeichnete ‚Highway to hell‘; an besagter Stelle konnte heute wieder Gevatter Tod gesehen werden, wie er mit seinen knöchrigen Fingern autostoppend um eine Mitfahrgelegenheit zu seinem Paradies bat – wie anders sonst kann wohl der größte Rinderschlachthof Österreichs bezeichnet werden… 85 000 Rinder werden dort Jahr für Jahr getötet…rechnet man diese Zahl hoch, so sind das 233 am Tag…rund 10 Tiere in der Stunde….alle 6 Minuten eines…. und zwar ohne jede Pause, 365 Tage und Nächte hindurch, an den Feiertagen, Samstagen, Sonntagen, Ostern, Weihnachten….
Natürlich erregen solche Kundgebungen direkt am Puls große Aufmerksamkeit, welche sich oft in kontroversester Form entlädt; man freut sich zum Beispiel über viele hochgestreckten Daumen, aber mindestens genauso oft sieht man dann auch einen anderen Fingern im Zentrum, und hierfür wird gerne der mittlere bemüht…
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Dieser Umstand wird von den AktivistInnen trotzdem einfach weggesteckt, wissen sie doch: bei keiner anderen Protestart werden die PassantInnen, noch dazu so unausweichlich, mit einer unumgänglichen Tatsache des Fleischessens konfrontiert: nämlich jener, dass, wer Fleisch zu sich nimmt, den Auftrag zum Töten gibt! Ja, und weil unangenehme Wahrheiten oft wehtun, kann dem auch noch eine weitere Überlegung zugefügt werden – FleischesserInnen führen im Prinzip selbst die Klinge, verstecken sich bloß hinter dem Fleischer! Fleisch als Lebensmittel ist demnach ein solches, welches mit dem wohl höchstmöglichen Gewaltpotential hergestellt wird; zudem ist es ungesund und hat sich seinen Eintrag in die Geschichtsbücher als Hauptverursacher des Klimawandels längst gesichert!
Gevatter Tod wird also noch oft entlang des ‚Highways to hell‘ zu sehen sein, und das angesichts dieser Tatsachen völlig zu Recht!!!

Gestern fand einmal mehr der inzwischen schon so traditionelle ‚Tag der offene Tür‘ am Gnadenhof der Pfotenhilfe im oberösterreichischen Lochen statt. Zum 6. Mal in Folge übrigens bei strahlendem Sonnenschein, ein Umstand, der dann auch vollkommen dem Gesicht der Veranstaltung entsprach!

Wieder waren viele Tierschutzorganisationen aus dem Umfeld eingeladen gewesen, und so entfaltete sich eine (von Jahr zu Jahr größer werdende) Zeltlandschaft auf dem wunderbaren Gelände der Pfotenhilfe. Zudem hatte sich das Team, wie nicht anders zu erwarten, größte Mühe gegeben, um die Atmosphäre als eine höchst angenehme zu gestalten.
Alles konnte an diesem wunderschönen Tag bei einem Besuch des Festes verbunden werden: besten Infos zu verschiedensten Tierrechts- und Tierschutzthemen wurden geboten, hübscheste Dinge konnten – immer im Sinne der guten Sache – eingekauft werden, es gab herrlichstes vegane Essen an diversen Ständen und nebenbei war jedermann/frau eingeladen, einen Rundgang durch einen der wohl schönsten Gnadenhöfe der Alpenrepublik zu machen. Kühe, Pferde, Ziegen, Schafe, Schweine, Katzen, Hunde, Hühner usw., alle schienen sich der Aufgabe völlig bewusst und machten für sich beste Werbung; wenn ‚Mensch‘, der bisher vielleicht noch Fleisch gegessen hatte, nach dem Rundgang noch immer nicht über die Ernährungsgewohnheit nachdachte, dem oder der kann letztendlich nicht mehr geholfen werden…
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Wir bedanken uns an dieser Stelle bei unserem Partnerverein, der Pfotenhilfe Lochen, für die Einladung; wie in jedem Jahr genossen wir den Aufenthalt sehr und nutzten selbstverständlich die Gunst der Stunde, um mit den so zahlreichen BesucherInnen herzerwärmende Gespräche zu führen und dabei unsere mannigfaltigen Projekte vorzustellen. Ein großer Dank gilt natürlich insbesondere der RespekTiere-Gemeinde, wo so viele Menschen extra wegen unserem Stand auf ein Wiedersehen vorbei kamen; kurz und bündig: es sollte ein fantastischer Event gewesen sein und es hätte an diesem letzten warmen Sonnentag kaum einen besseren Ort gegeben, wo wir die Sache der Tiere derart in den Mittelpunkt hätten stellen können! 🙂

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Ganz in diesem Sinne veranstalteten wir dann auch direkt am Gelände einen Protest für die Straßenhunde, welcher große Aufmerksamkeit erregte!
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Abschließend bleibt wohl nur eines zu sagen: wir freuen uns schon riesig auf das nächste Jahr!!!

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