Kitzbüheldemo und Nacht des Fuchses – die Berichte!!!

 

Es ist fast schon zur Tradition geworden – bereits zum 5 Mal in Folge konnten am vergangenen Wochenende RespekTiere-AktivistInnen im Zielgelände der weltberühmten Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel gesehen werden, welche die gut 50 000 BesucherInnen auf eine unumstößliche Tatsache hinweisen wollten: ‚Nur hässliche Menschen tragen den Pelz schöner Tiere‘!
 
Tatsächlich konnten die TierschützerInnen einmal mehr riesige Aufmerksamkeit für sich verbuchen, als sie, direkt am Zugang zum Zielraum der spektakulären Kitz-Abfahrt, in blutige Kostümen gehüllt und mit Tiermaske bekleidet, den Wahnsinn erklärende Fotoschilder einer wahrlich unfassbaren Menschenmenge entgegen hielten. 50 000 hatten das spektakulärste Abfahrtsrennen der Welt verfolgt, und ebenso viele zwängten sich danach durch das Nadelöhr des Zugangsbereiches hinein in die Altstadt – an diesem Nachmittag hätte es in ganz Österreich wohl keinen besseren Platz für einen auffälligen Protest geben können! Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten empfingen die kunstblutübergossen AktivistInnen dann die auf Grund der Gedrängtheit nur im Schleichtempo vorbeieilende Masse, Botschaften wie ‚Pelz tragen tötet!’ oder ‚Nur hässliche Menschen tragen der Pelz schöner Tiere’ den PassantInnen entgegen streckend!
 
 Foto: kälteerprobte AktivistInnen bei eisigen Temperaturen inmitten der Vorbereitung!
 
 
Gegenüber der aufsehenerregenden Szene, direkt am ‚Zugangstor‘ in den Zielhang – dort, wo sich die Schönen und Reichen Jahr für Jahr zum Gesehen werden versammeln – hatte ein Aktivist Platz genommen; mit einen Pelzmantel bekleidet, Blut aus seinem Mund tropfend, erwartete er die Menge mit geschlossenen Augen. Ein (Spielzeug-)Gewehr in der Hand verriet, er hatte sich wohl vorzeitig das Leben genommen, und ein Schild an seiner Brust bezeugte auch das ‚Warum‘: ‚Ich konnte die Schande nicht mehr ertragen, ein/e PelzträgerIn zu sein!…
 
 
Es sollte an dieser Stelle aufgrund der rechtlichen Relevanz festgehalten werden – die TierschützerInnen traten an verschiedenen Stellen auf, weil ja das Anmelden einer Kundgebung an jenem Ort höchstwahrscheinlich nicht funktioniert hätte. Nun aber gilt laut österreichischem Gesetz erst das Zusammenspiel ab 3 Personen als anmeldepflichtige Versammlung. Deshalb teilten wir uns auf, 2 AktivistInnen positionierten sich an der Straße durch den Ort, ein weiterer beim Zielgelände. Zu jenen zweien entlang der Straße gesellte sich später eine unbekannte Person hinzu, welche den Protest kurzfristig mittrug, aber nach wenigen Minuten auf Aufforderung der TierschützerInnen den Ort wieder verließ – man wollte ja rechtlich korrekt vorgehen (warum wir auf all dies hinweisen, erklärt sich später)!
 
Das Echo der Masse war ein jedenfalls ein großartiges; hunderte und aberhunderte Fotos wurden gemacht, Gespräche geführt, gute und schlechte gleichermaßen, und zu guter Letzt überwiegten die unzähligen hochgestreckten Daumen und liebevollen Worte die leider immer präsenten dümmlichen, alkoholumnebelten Ansagen bei weitem! Schließlich war es sogar einmal mehr ein wunderschöner Protest, auch im Angesicht der Tatsache, dass es kaum eine ‚härtere‘ Prüfung für engagierte TierrechtsaktivistInnen gibt als jene hier, nämlich sich einer Masse von so vielen Menschen entgegenzustellen, wo große Teile deren die Botschaft dann vielleicht erst am Tag danach so richtig verstehen wird – dann, wenn die Fotos gecheckt werden, wenn die Erinnerung zurückkehrt, wenn die Benebelung durch das zuviel Genossene an Spirituosen abgeklungen ist! Ja, keine Frage, man muss eine dicke Haut für solche Arten von Kundgebungen mitbringen, aber ebendiese zeichnet uns andererseits auch schon seit vielen Jahren aus! 🙂
 

So gut hätte alles laufen können, wenn, ja wenn an diesem Nachmittag nicht die Polizei auf den Plan gerufen worden wäre; ob deren Einsatz in dieser Sache ein notwendiger, es mag dahingestellt sein! Natürlich aber müssen die BeamtInnen in diesen schweren Zeiten Präsenz beweisen, Selbstbewusstsein ausstrahlen. Dass sie aber eine kleine Gruppe von TierschützerInnen wie Schwerverbrecher umringen, deren Identitäten einzufordern versuchen, sie mit teils nicht nachvollziehbaren Strafanzeigen bedrohen, ist dann auch wieder eine andere Sache. Aber, so fair muss man sein, die Uniformierten taten ganz sicher auch nur ihren Job, und im Prinzip muss man froh sein, wenn sie ihre Arbeit besonders ernst nehmen und mit Nachdruck agieren – besonders in Zeiten wie diesen. Sind wir froh, dass wir sie haben!
🙂
 
   
 
 
Erst nach langen Telefonaten mit Vorgesetzten durfte die kleine Gruppe dann weiterziehen, der Protest musste natürlich abgebrochen werden. Das Ausmaß des Nachspieles wird ein interessanter Aspekt werden, die Anzeige wird selbstverständlich für Sie einsichtig sein – wir halten Sie über die kommenden Dinge am Laufenden!!
 
 
 
 

 
‚Nacht des Fuchses, Scheffau 17‘
Es ist eine wunderschöne, eine friedliche Nacht. Die Temperatur ist weit unter den Gefrierpunkt gefallen, und tiefer Schnee erschwert das Vorankommen. Dennoch spürt er in seinem Innersten eine beinahe unfassbare Zufriedenheit mit sich und der Welt ringsum. Ja, Mutter Natur hat es gut mit ihm gemeint, denn trotz der Menge an gefallenem Weiß ist er so satt wie er nur sein kann, sein Gabentisch war reichlich gedeckt; so ist es nicht der Hunger, der in vorantreibt, sondern eine, wie wir jahrtausendelang dachten nur uns zugedachte, ganz und gar menschliche Gemütsregung – es ist die pure Lebensfreude! 
 
Ungeachtet der bittere Kälte pocht sein Blut wie von Sinnen, treibt mit erfüllender Kraft durch seine Adern, wärmt den Körper. Der Mond, prall und rund, steht wie eine von gütiger Hand gezauberte Laterne am Himmel, erleichtert seine undefinierbare Suche, beleuchtet seinen Weg. Ein matter Schein, der die Silhouetten der Bäume wie gespenstische Schatten auf den knirschenden Schnee unter sich widerspiegelt. Seit Wolf und Bär aus den Wäldern für immer verschwunden sind, einem jeder Beschreibung spottendem Vernichtungsfeldzug der Kreatur Mensch hoffnungslos unterlegen, Mensch, dem furchtbarsten, grausamsten aller Tiere, welche jemals diesen Planeten beherrschten, hat er hier niemanden mehr zu fürchten – außer ebendiesen. Und der wird bei derartigen Temperaturen nicht unterwegs sein, denkt er mit fast verwegenem Lächeln – als urplötzlich ein ohrenbetäubender Knall die Stille der Nacht zerfetzt, ihr im Moment des Wimpernschlages jegliche Erhabenheit raubt. Bevor er noch wirklich weiß was passiert ist, lähmt ein stechender Schmerz seine Seite, führt ihn beinahe in die Besinnungslosigkeit. Augenblicklich färbt sich der Boden zu seinen Füssen blutigrot, sein Lebenssaft, der noch vor Sekundenbruchteilen sein Innerstes wärmte, entweicht der riesigen Wunde, enteilt dem Körper, lässt in frierend und sterbend zurück. Ein alternder Mann in grüner Kleidung, entglittene Gesichtszüge verraten eine nahezu perverse Freude am Tod, betritt lachend die Lichtung, entledigt jeder Maske, strahlt sein Angesicht in gar beängstigender Art und Weise des Teufels Fratze wieder. Sein stinkender Atmen schlägt dem Sterbenden entgegen, als er sich über diesen kniet und frohlockt: ‚Wieda ana weniger – san eh grod Viecha!‘  
Ein Szenarium, welches sich die letzten Tage übrigens allein im Salzburger Tennengau mehrere dutzend Male wiederholte.
 
 
 
Samstagabend; eine große Zahl von Männer und Frauen in Jägerstracht säumen die kleine Fläche unweit der Kirche im an 364 Tagen im Jahr idyllischen kleinen Touristenort Scheffau, zu Füssen der so imposanten Tennengauer Berge. Doch an diesem einen Tag wird die Unschuld jäh durchbrochen, getauscht für Augenblicke des blutstrotzenden Horrors. Wie schade für den Ort, denn Unschuld, das wissen wir alle, ist eine vergängliche Eigenschaft, und wird sie bloß ein einziges Mal übergangen, kommt sie nie zurück. Scheffau, die wunderschöne Gemeinde, hätte nach Großem greifen können; eine Ansiedlung der Beschaulichkeit, ein Magnet für Ruhesuchende, doch völlig unverständlich entscheidet sie sich dem entgegen; sie wird nun vielmehr, und alles nur wegen einer Gruppe lusttötender AussenseiterInnen, als steinzeitlich anmutenden Ritualen folgender, blutbefleckter Ort des Schreckens in die (Tierschutz-)Geschichte eingehen…

Foto: Kinder mit den Opfern…

 

Die grünberockte Menschenmenge ist fröhlich, ja ausgelassen, von sich selbst überzeugt. Trotz der Größe des begangenen Frevels sind sie nahezu unbeschwert, selbst das Blut an ihren Händen scheint in einem Zauber weggewaschen; aber, und das vergessen viele der ihren, man kann zwar die Hände reinigen, so gelingt dies jedoch nicht so einfach mit der Seele…
 
Im freien Feld liegen die Opfer ihrer Schandtaten, welche sie dann aber nicht ansatzweise als solche empfinden; ganz im Gegenteil – glauben sie sich doch noch immer als Hüter und Schützer, jene, die den Zyklus der Natur verinnerlicht haben, die Gesundheitspolizei des Waldes. Sie, die Herren des Lebens, die doch immer nur den Tod bringen.
 
   
   
 
 
Sie, die im Laufe der Geschichte mehr und mehr eine eigene Gemeinschaft zu bilden beginnen, weil geächtet vom Rest der Gesellschaft, welche die fortdauernden Lügen um ihre Beweggründe und das Spiegelbild des Satans in ihren Augen nicht mehr erträgt. Sie deshalb aus ihrer Mitte ausschließt. Und ihnen aber dennoch fortwährend Raum und Möglichkeit gibt, Triebe, welche in einer modernen Gesellschaft keinen Platz mehr haben dürften, auszuleben; warum dem so ist, wer mag es verstehen? Mit ein Grund ist ganz sicher die Tatsache, dass sich in den lichter und lichter werdenden Reihen  der Grünberockten noch immer gerade auch einge derjenigen befinden, welche an den Hebeln der Macht agieren – anders ist ein derartiges Szenarium wohl nicht vorstellbar…
Doch zurück zu den niederen Trieben – es sind die erbärmlichen Reize an der Lust am Töten, ein sich Ergötzen am Morden Unschuldiger, ein feiges Dahinschlachten Wehrloser; dem gegenüber steht eine Gesellschaft, welche unfähig scheint Gesetze zu definieren, welche diesem unwürdigen, ja höchst beschämenden Treiben endlich, endlich Einhalt gebieten würden; eine Gesellschaft, die Mitglieder  der Ewiggestrigen in selbigen Räumen duldet mit ihren Kindern, sie an selben Tischen in Restaurants Platz nehmen, sie dieselbe Annehmlichkeiten der Zivilisation nutzen lässt. Obwohl sie wohl weiß, dass waffenstarre Tiermeuchler tickende Zeitbomben gleichen können, ausgestattet mit einem Minimum an Mitgefühl, mit erschreckender Tendenz zur Gewalt, Gewalt hundertfach erprobt am zu Tode hetzten Rechtloser, Unbewaffneter…
 
 
Vor ihnen liegen sie, die zerfetzten Leiber ihrer Opfer; mit leeren Augen starren sie in eine Welt, in der sie keinen Platz hatten; eine ungeheuerliche Anzahl, wohl an die 45 Füchse und gut 20 Marder (ein Jäger meint: ‚Ja, die Marder sind so zahlreich, dass sie immensen Schaden anrichten.’; hier ist sie wieder, die Selbstlüge, welche ein unbeschwertes Fortfahren des Lustmordens irgendwie zu rechtfertigen scheint…)!
 
‚Nacht des Fuchses‘, so der unfassbar ironische Name einer Veranstaltung, die doch nichts bezeugt als ein vorangegangenes pures Massaker in unseren Wäldern, jedes Jahr auf ein Neues. Unterschiedslos werden dabei Füches und Marder getötet, ein gnadenloser Feldzug unter einem lächerlichen Vorwand: man möchte, so der Jagdverband, das ‚Niederwild‘ schützen vor den Räubern. Warum? Damit man dann später genau dasselbe Massaker am dann hoffentlich zahlreicher vorhandenen Niederwild prolongieren kann?!
 
Noch verwirrender: Fuchsbandwurm und Fuchsräude geistern als gesichtslose Schlagwörter herum, obwohl jedermann/frau inzwischen weiß, die Gefahr sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren ist eine minimalste, passiert beispielsweise (laut Statistik Austria) ganzen zwei Personen pro Jahr in Österreich (dabei ist dann auch nicht zu vergessen, dass neben dem Fuchs auch der Hund und die Katze als Zwischenwirt auftritt, und ‚Mensch‘ sich deshalb wenn schon, dann ungleich häufiger wohl über seine unmittelbaren GefährtInnen ansteckt… aber: wie gesagt, eine solche trifft 2 unter 8 Millionen, was umgerechnet eine Gefährdung darstellt, welche sich aufgrund ihrer völligen Unwahrscheinlichkeit jeder Statistik entzieht…)
 
 
Die Fuchsräude fungiert für die JägerInnen dann gar als Grund, ihre Machenschaften tatsächlich als tierschutzrelevant hinzustellen; ‚Oh, wie müssen die armen Tiere doch leiden…‘! Der Haken an dieser Darstellungsweise: zum einen, wir haben so viele dieser unseligen Streckenlegungen beigewohnt, und wenn dort jeweils eines oder zwei der Tiere (aus einer Opfergruppe von bis zu 100) von den Parasiten heimgesucht worden war, dann waren es viele! Überlegen wir: wie bei allem Respekt kann man auf Mitleid mit den Tieren plädieren, wenn man dann wegen einer möglichen Ansteckungen, ohne sich vorher zu vergewissern ob das anvisierte Opfer tatsächlich infiziert ist, einfach alle Füchse unterschiedslos abballert???? Frei nach dem Motto ‚hätte ja sein können‘… Wie lächerlich ist denn das? Zum anderen, wenn die Räude bei den Grünröcken schon ein derartiges Mitgefühl aufkommen lässt, warum versucht man die WaldbewohnerInnen dann nicht einfach zu behandeln? Anstelle zu erschießen wäre es doch der gleiche Aufwand sie zu betäuben. Erinnern sie sich an die Hunde von Temeswar? Eine Pille genügt, der fürchterliche Juckreiz verschwindet und ein paar Wochen später hätte der betroffene Fuchs auch sein Fell wieder! Soviel also zur Glaubwürdigkeit der Lusttöter…  
 
 
Wie jedes Jahr stemmt sich eine Gruppe von wettergeprüften Tierschutz-AktivistInnen bei Gefriertruhe-Temperaturen dem Wahnsinn entgegen, im verzweifelten Versuch deren Passion der Welt mitzuteilen; gleichzeitig den Verirrten zuzurufen, es ist nie zu spät zum Weg der Umkehr, zur Beiseitelegung der Schusswaffe! Um jenen, wo alles Zureden vergebliche Mühe ist, zu veranschaulichen – es gibt welche, die Eure Taten anklagen, die Eure Schande bezeugen…
 
 
Dutzende Kerzen brennen, geleiten den ermordeten Seelen ihren letzten Weg; Weihrauch im Gedenken an die Getöteten glimmt in der eisig kalten Nachtluft. Auf Transparenten kann man ‚Ehrfurcht vor dem Leben ist Abscheu vor dem Töten’ oder ‚Jagd – Mord als Hobby’ lesen. Mehrere Fototafeln verkünden vom Leid, welches die Jägerschaft über Wald und Feld bringt; ‚Impotenz braucht Waffen’, erfährt der/die in Gedanken versunkene BetrachterIn. ‚Ich habe Angst vor Jägern’, steht auf einem Schild, welches zu Füssen einer blutigen Hundeattrappe lehnt; warum? Ein weiteres Schild verrät es: ‚ Jedes Jahr töten JägerInnen in Österreich rund 4000 Hunde und 30- bis 40 000 Katzen’…
 
 
Gevatter Tod ist ebenfalls anwesend, wo wäre er wohl besser aufgehoben? Eine Aktivistin mit Fuchsmaske kann gesehen werden, mit einem Schild mit der Aufschrift ‚ Welcome to my hell’… die gut 1 Dutzend TierschützerInnen stehen direkt am Straßenrand, genau dort, wo all die Mordmannsbrüder und –schwestern nach dem ‚Erntedankfest’ vorbeiziehen, am Weg zum Gasthaus, um vor dem Getanenem zu flüchten, in eine Scheinwelt welche nur zu oft der Alkohol verspricht, begleitet von gellenden, nicht enden wollenden ‚Schande, Schande, Mörderbande‘-Rufen…
   
 
Unfassbar: als die JägerInnen in das Gasthaus stürmen, bleiben immer wieder einzelne Gruppen vor dem Eingang stehen, um die TierschützerInnen zu provozieren. Ein besonders dümmliches Exemplar geht dabei sogar in die Knie, legt ein imaginäres Gewehr an und ’schießt‘ auf die AktivistInnen…       
 
Wir möchten uns an dieser Stelle einmal mehr bei der Halleiner Polizei bedanken, welche schon im Vorfeld durch ein kurzes Gespräch mit beiden Seiten dafür sorgte, dass die Kundgebung in geordneten Bahnen ablief. Überhaupt zeigten die Beamten Verständnis für die Situation, betrachteten die ausgestellten Bilder und ließen sich nicht zur Instrumentalisierung hinreißen – genau dieses Verhalten erwartet man von perfekt ausgebildeten PolizistInnen, nämlich Neutralität und Professionalität. Zwei Werte, welche die anwesenden Uniformierten auf geradezu bestechende Weise verinnerlichten!
 
Foto: der richtige Ort für Kinder?

 

Doch leider war diese Tatsache dann die einzig positive an jenem Abend; rund 70 Todesopfer bezeugten einmal mehr, trotz allen Fortschritt in der Zivilisierung des Lebewesens ‚Mensch’ ist die Bestie in uns noch längst nicht zum Erliegen gekommen… All das passiert übrigens unweit der Kirche; für die gilt, es ist traurig, dass sie selbst im 3. Jahrtausend fortwährend nicht in der Lage ist, ein derartiges Töten in unseren Wäldern anzuprangern und bloßzustellen – ganz im Gegenteil, nimmt sie doch immer wieder auch an derartigen ‚Erntedankfesten‘ selbst teil; ob ihr Gott, der ja ein Gott der Nächstenliebe ist, ein solches Verhalten goutiert?
 
 
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