so unglaublich wichtig sind unsere Einsätze – und so aufbauend die Ergebnisse!

Heute möchten wir wieder einmal von den teils unfassbaren Herausforderungen von  ‚Esel in Mauretanien‘ berichten, unser größtes Projekt im fernen Wüstenland an der Westküste Afrikas.
Immer wieder passieren dort Dinge, die man eigentlich nicht für möglich halten sollte; ständig denkt ‚Mensch‘, schlimmer kann es nicht werden, aber irgendwie scheint es, als ob die Steigerungsstufen unendlich wären – aber selbige Feststellung trifft leider wohl auch auf sämtliche andere Länder dieser Erde zu, denken Sie doch etwa an die schrecklichen Bilder, welche erst kürzlich aus der österreichischen Schweinehaltung an das Licht der Öffentlichkeit gelangten…

Diese Woche ereignete sich also wieder so ein bodenlos schrecklicher Fall, wo unser Hufschmied Zappa und sein Partner Mohammed einen furchtbar verletzten Esel am Strand aufgefunden hatte. Das arme Tier, so wie wir es schon so oft beobachten mussten, erhielt genstandslos der schweren Verletzungen keine Auszeit; der Esel schuftete wie selbstverständlich weiter, Ruhepausen oder Erholungsphasen gibt es in Mauretanien weder für ‚Mensch‘ und schon gar nicht für ‚Tier’…

Unser Team untersuchte den Verletzten und schnell war klar: der Esel wurde von irgendjemanden mit Benzin verbrannt, der gesamte Unterbauch präsentierte sich als eine einzige, teils offene Wunde. Schnell reagierten die Mediziner; vorsichtig entfernten sie das abgestorbene Gewebe, reinigten die verbrannten Bereiche und führten große Mengen an Kalzium zu. Dann wurden verschiedenste Injektionen getätigt, sowie der Körper antibiotisch abgesichert. Die Verbrennung selbst behandelten sie zu guter Letzt mit einer speziellen Paste.

Mohammed und Zappa schufen in Schwerarbeit die Voraussetzungen, die nötig sind, um den Esel zu retten. Die Chancen dafür stehen nun gut – wären die beiden allerdings nicht vor Ort gewesen, der Leidensweg dieses Esels wäre ein furchtbarer, die Infektion hätte sich ausbreitet und das Sterben wäre ein langsames, schmerzvolles und ‚todsicheres‘…


Tagtäglich stehen unsere Mitarbeiter diesen oft so grässlichen Auswüchsen gegenüber; meist passieren derartige Dinge aus Gründen gegenseitiger Feindschaften unter den Eselhaltern, leidtragende sind dann immer die Tiere. Dennoch, Fälle wie diese werden seltener, der Respekt vor dem Mitgeschöpf ist ohne jede Frage in den Jahren unseres Schaffens stark gestiegen (vor 10 Jahren waren derartige Wahnsinnstaten tatsächlich fast an der Tagesordnung).

Wir werden den eingeschlagenen Weg unbeeindruckt fortsetzen, denn eines steht fest: es ist bereits ersichtlich, ein schwacher Funke, aber dennoch, das berühmte Licht am Ende des Tunnels!

Die schöne Geschichte folgt deshalb auf den Fuß! 🙂 Vielleicht erinnern Sie sich noch, im Zuge unseres letzten Mauretanien-Einsatzes im November, entdeckten wir einen Esel mit schweren Stich- und Schnittwunden. Ähnlich wie im oberen Fall war er von einem hoffnugslosen Psychopaten attackiert worden, ein Mensch, der diese Bezeichnung nicht im mindersten verdient… Die Chancen für das arme Geschöpf standen denkbar schlecht – trotz aller Bemühungen konnten wir nicht davon ausgehen, dass er solch furchtbarste Verletzungen, noch dazu in einem Umfeld wie es Mauretanien nun mal bietet, überleben könnte.

Fotos: so übel zugerichtet hatte ein Psychopath diesen Esel; alleine, die medizinischen Möglichkeiten sind im Feldeinsatz beschränkt – dennoch, es grenzt fast an ein Wunder, leistet unser Team immer wieder nahezu Übermenschliches und bringt es immer wieder zuwege, selbst die schlimmsten Fälle einem guten Ende zuzuführen…
 
Jedenfalls, der geschundene Esel ging uns nicht mehr aus dem Kopf, und unser Team vor Ort versprach, auch nach unserer Abreise würde man – wie es ohnehin immer geschieht – solange nach dem Verletzten sehen, wie es auch immer nötig wäre!

Zappa sandte uns nun diese Bilder – bitte betrachten Sie den Unterschied! So wichtig ist unsere Hilfe im Wüstenland, so unentbehrlich, so existenziell!

Fotos: die Wunden verheilen – dabei hätten wir es selbst kaum noch zu erhoffen gewagt, dass dieser Esel je wieder genesen könnte…

Deshalb dürfen wir nicht müde werden, keine Sekunde in unseren Bemühungen nachlassen. Im Gegenteil, jetzt, wo wir das eigentlich Aussichtslose geschafft haben, den Augenblick, wo bewusst wird, ein Umdenken findet statt, müssen wir umso mehr nachsetzen! Sie werden sehen, dann wird plötzlich alles möglich! Vor 10 Jahren hatten wir es versprochen, wir wollten den Samen säen, um das Pflänzchen ‚Tierschutz‘ – damals ein echtes Fremdwort in der Gesellschaft – keimen zu lassen. Ja, man hat uns dafür belächelt, gar als hoffnungslose Idealisten abgestempelt; doch das Pflänzchen hat dem Sturm standgehalten, und es wäschst noch immer! Wohin und wieweit, es liegt an uns – und wenn wir weiterhin so hart arbeiten, können wir in den nächsten 10 Jahren vielleicht sogar eine Ernte einfahren! Gemeinsam, das ist das Zauberwort, gemeinsam können wir es schaffen!

Hoffnung versprechen Dinge wie jene: vor einigen Tagen kontaktierten uns mauretanische StudentInnen aus Nouakchott; ihre Aufgabe als kleine Gruppe wäre es, in den nächsten Monaten eine Arbeit fertigzustellen, ein Referat zum Thema ‚Esel in Mauretanien‘! Wir standen natürlich Rede und Antwort aus unseren Erfahrungen, halfen mit Bildern und Texten aus – ein kleines Beispiel nur, welches aber eindrucksvoll beweist: unsere Bemühungen sind tatsächlich in der Realität angekommen! Sie sind Thema der neuen Generation; und als solches ergibt sich die unfassbare und einzigartige Chance, den Tierschutz in die Mitte der Gesellschaft zu führen und dort endgültig zu verwurzeln….

Bitte unterstützen Sie dieses so wunderbare Projekt, lassen Sie uns gemeinsam die wunderschöne Geschichte weiter schreiben! Die Esel brauchen uns – und wir brauchen Sie! Bitte helfen Sie uns helfen!

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