Keine Zeit für Pessimismus – packen wir die Chance beim Schopf!!!

Haben Sie es bemerkt? Die Menschen, ob beim Einkauf, beim mit-dem-Hund-gassi-gehen, beim zufälligen Passieren, sie grüßen sich wieder. Manche lächeln sich sogar an, wünschen sich ‚gute Gesundheit‘, und sie versuchen sich – die meisten zumindest – gegenseitig aufzurichten.  Krisen verbinden, und je schlimmer sie sind, desto mehr machen sie uns zu Gleichen unter Gleichen. Ein Faktum, welches nun jederman/frau durchaus auch schmerzhaft bewusst wird.
Ja, das sind schlimme Zeiten, furchtbare sogar. Man möge meinen selbst der Ausblick in die Zukunft sei ein fast genauso erschreckender, kein Grund zur Hoffnung wohin man auch blickt. Grau und Düster ist es geworden um uns, und dichte Gewitterwolken verdunkeln den Horizont. Aber, und das dürfen wir nie vergessen, gerade die Hoffnung, sie ist eine zähe, und sie stirbt bekanntlich immer zuletzt!
Foto: Sonnenblumen auf einer der schlimmen Müllkippen in Bulgarien – trotz der widrigen Umstände blühen sie! Genauso ist es mit der Hoffnung: sie darf niemals aufgegeben werden!
Hören wir deshalb sofort damit auf, ein für alle Mal, allzu pessimistischen Gedanken freien Lauf zu lassen!  Niemanden ist damit geholfen, am allerwenigsten uns selbst. Außerdem, es gibt in all dem Dilemma auch ein Gutes, ein Allerschönstes: aus all dem Wahnsinn heraus könnte sich die einmalige Chance ergeben, dass ‚danach‘ auch der Umgang mit den Tieren gänzlich überdacht wird. Stichwort ‚Tiertransporte‘ durch die halbe Welt beispielsweise. Engagierte TierschützerInnen erwartet also eine riesen Aufgabe – hierfür gilt es sich zu rüsten! Also lehnen wir uns ruhigen Gewissens ein bisschen zurück, Kräfte sammeln, und sobald wir als Gesellschaft wieder auf den Beinen stehen – und das wird passieren, so sicher wie das Amen im Gebet – dann packen wir an, voller Tatendrang und viel stärker als je zuvor!
Denn, und das ist der positive Ausblick, ein Ausblick, welcher vor lauter Vorfreude alleine beim Gedanken daran beinahe die Luft wegnimmt, vielleicht, ja vielleicht bedeutet die Stille der letzten und der kommenden Tage viel, viel mehr als uns im Augenblick noch bewusst ist – vielleicht läutet sie ja tatsächlich ein Umdenken ein. Vielleicht schafft sie in uns endlich, endlich jenes Bewusstsein, welches es benötigt, um diesen Planeten von weiteren, noch viel tödlicheren Viren zu befreien – nämlich jenem der Gier, des unfassbar zerstörerischen Strebens nach andauernder Gewinnmaximierung, dem des absoluten Kapitalismus, der alles vernichtenden Wachstumsphilosophie und jenem des unbedingten Fortschrittsglaubens, der längst zum grenzenlosen Albtraum für Umwelt und Mitgeschöpfe geworden ist.
Foto: wir brauchen eine Aufgabe? Das hier wäre eine, sogar eine solche, die alle Mühen dieser Welt wert ist!
JETZT ist die Zeit, sobald der ‚normalen‘ Alltag wieder einsetzt, JETZT ist die Zeit, die größte Geisel des Planeten zu besiegen – denn, die Behauptung steht felsenfest, der Umgang der Menschheit mit allen anderen Mitgeschöpfen, der hat uns zu dem gemacht was wir sind: ein Karzinom an der Nabelschnur des Lebens!
Wir MÜSSEN die kommenden Monate nützen, solange ‚Mensch‘ noch in sich harrt und zugänglich ist, bevor erneuter Konsumwahn und ‚Spassgesellschaft‘ die Gedanken umnebeln und die Oberhand gewinnen; wir sind es, die sicherstellen MÜSSEN, dass diesem neuen Bewusstsein tatsächlich eine Stabilisierung erfährt; wir sind es, die die einmalige Möglichkeit am Schopf zu packen haben, und wir sind es, denen es obliegt, den Acker zu bestellen und Weg des Wurzelschlagens zu ebnen. Wir müssen alles daransetzen, dass die Saat, die nun in den Köpfen gesetzt ist, auch Früchte trägt!
Foto: sobald ‚Normalität‘ wieder möglich ist – lasst uns diese einer der größten Schanden der Menschheit endlich ausmerzen – gemeinsam!
Die Menschheit scheint nun im Angesicht der Katastrophe zu begreifen, dass wir an einem Punkt angelangt sind, der es nicht gestatten wird nach der Krise weiterzumachen wie zuvor. Wir alle werden kürzerzutreten lernen; und dabei den Vorgang nicht als Verzicht anzusehen, sondern ganz im Gegenteil, als große Chance auf die Rückbesinnung zu den wahren Werten, das ist die Aufgabe der Stunde. Für jede/n einzelne/n von uns.
Deshalb versprechen wir jetzt, was auch immer kommen mag, wir alle werden noch härter, zielbewusster und direkter für die Rechte der Tiere eintreten, als wir es je getan haben. Ich denke an dieser Stelle zum Beispiel an die Straßenhunde und -katzen, deren Agenda in letzter Zeit immer weniger beachtet wurde. Genau hier aber steckt meines Erachtens ein irrsinnig großes Potential, denn sind nicht gerade diese ‚die besten Freunde des Menschen‘? Und solange wir derart mit unseren ‚besten Freunden‘ umgehen, sie auf den Straßen elendiglich Leben und Leiden lassen, sie in Internierungslager sperren, zu Millionen töten, einfach nur, weil wir sie jetzt nicht mehr brauchen und sie uns deshalb lästig geworden sind, solange wird es auch keinerlei Änderung unseres Verhaltens gegenüber allen anderen Tiere, insbesondere der ‚Nutz’tiere, geben. Es ist kaum zu begreifen, wir, die wir sie einst der Wildnis entrissen, an unsere Lagerfeuer geholt und für unsere Zwecke geformt haben und sie, die über die Jahrtausende hinweg unser Überleben sicherten, den Übergang vom Barbarentum zur Zivilisation überhaupt erst ermöglichten, wie haben wir es Ihnen gedankt? Mit Mord und Totschlag, mit bittersten Verrat und unfassbarer Brutalität. Die Hunde als Spezies, sie sind der stellvertretende Spiegel unserer Grausamkeit, an ihnen haben wir einen Treuebruch begangen, der seinesgleichen in den Annalen der Weltgeschichte sucht. Wenn also jemand sogar seine Freunde derart behandelt, wen darf es wundern, dass sich sein Umgang mit jenen vielleicht nicht ganz so nahestehenden derart gestaltet? Ein Blick in die Mastanstalten und Schlachthöfe dieser Erde legt den kranken Geist des Humanen offen, offenbart den Wahnsinn in seiner gesamten Bandbreite.
Foto: das Straßenhunde-Elend muss ein Ende haben!
unten: jenes der Katzen ebenso!
Könnte es sein, wenn wir diese eine der allergrößten Schanden der Menschheit ausmerzen, dass dann ein Dominoeffekt einsetzt, der allen Mitgeschöpfen zumindest Besseres verheißt? Einen Versuch wäre es allemal wert! Wir werden also, sobald es wieder möglich ist, alle Hebel in Bewegung setzen und zusammen mit unseren MitstreiterInnen in Rumänien oder Bulgarien, in der Slowakei oder in Serbien, die dortigen Regierungen konfrontieren; der Protest MUSS aber auch, und insbesondere, bis nach Brüssel getragen sein, um dort ein europaweites Gesetz zum Schutze der Straßentiere zu erreichen. Ohne Unterlass müssen wir dafür arbeiten! 
Und ja, natürlich, alle anderen Bereiche im Tierschutz und im Tierrecht, sie dürfen deshalb keinen Deut vernachlässigt werden, alles ist ohnehin miteinander zutiefst verwoben. Packen wir es an, lassen wir diese einmalige Möglichkeit nicht vergehen; wir würden es uns in den kommenden Jahren nie verzeihen können!
Ein Fazit also: es bleibt keine Zeit für Depression oder Schwarzmalerei. Die Tiere brauchen uns, Corona-Virus hin oder her. Lasst uns die Zeit nutzen, Vorbereitungen treffen, und dann mit aller Kraft diesen einen, aber unfassbar wichtigen Lebenszweck dienlich sein – jenem der Befreiung der Tiere aus dem Wahnsinn des Menschen!

Anmerkung: auch das darf überlegt werden – in fast jedem Land der Welt werden im Moment Milliardenpakete geschürt, um den Wirtschaftsgau abzufangen. Wenn es aber um Tierschutz geht, hören wir immer: es ist kein Geld da. Wo bleibt unsere Menschlichkeit, wenn wir für uns selbst anscheinend immer genug Reserven aufbringen können, aber niemals auch nur Almosen von staatlicher Seite für eine ausreichende Versorgung der Tiere auf den europäischen Straßen????

Dafür braucht es uns alle, jede/n Einzelne/n von uns – wenige Wochen der Ruhe bleiben uns, aber dann gilt nur eine Devise: volle Kraft voraus!!!!
Wir möchten an dieser Stelle auch nicht verschweigen, Krisen wie die jetzige, sie treffen uns und natürlich auch alle anderen kleinen, spendenbasierende Vereine ganz besonders hart. Einige von uns, das steht fest, werden danach über keine Mittel mehr verfügen, um den Kampf für die Tiere weiter aufrecht zu erhalten. Vielleicht zählen wir dann auch dazu. Bis es aber soweit ist, versuchen wir mit allen Mitteln einen Weg aus der Bedrängnis zu finden, nicht zuletzt deshalb, weil wir wissen, die Tiere brauchen uns, gestern, heute und in Zukunft höchstwahrscheinlich umso mehr. Denn sie sind es, auf die in Zeiten wie diesen meist völlig vergessen wird. Und erneut könnten sie es sein, die als die ganz großen VerliererInnen aus dem Stillstand hervorgehen. Denn wen interessiert deren Schutz, wenn elementare Probleme die Menschen betreffen? Deshalb, bitte vergessen Sie uns nicht! Auch wenn wir im Moment nicht auf der Straße stehen dürfen um auf deren Rechte hinzuwiesen, wir arbeiten im Hintergrund genauso hart wie immer. Es gilt Vorbereitungen zu treffen, Administratives abzuwickeln, aufgrund der vielen Arbeit lange Liegengebliebenes aufzuarbeiten, die vielen Projekte weiter zu betreuen, etc!
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