unsere Auslandsprojekte in Zeiten von Corona – heute: Silvia’s Katzenhilfe in Teneriffa!

Nun auch schon wieder seit einigen Jahren unterstützen wir Silvia Binder, einst eine Ikone des Tierschutzes hier in Salzburg und jetzige Bürgerin von Teneriffa, in ihrem sonst so einsamen Kampf für die unzähligen Straßenkatzen auf der spanischen Insel. RespekTiere kommt dabei eine ungemein wichtige und elementare Aufgabe zu: wir finanzieren die Kastration der Tiere, unserer Meinung nach der einzige erflogsversprechende Ansatz, um der Problematik eines Tages vielleicht doch Herr zu werden!
Nun aber triftet die Fortsetzung des Projektes unfassbarer Weise in die beinahe Illegalität ab – durch de facto Ausgangssperren wird das Einfangen der armen Vergessenen zur Odyssee mit ungewissem Ausgang! Was aber bleibt anderes übrig? Stellen Sie sich die Situation in einigen Wochen vor, wenn JETZT nichts getan wird! Eine Schwemme von Jungtieren, wo bald Hunger und Krankheit zum treibenden Faktor werden… dies müssen wir verhindern, komme was wolle. Und gelingen kann das nur mit Ihrer Unterstützung!

Hier kommt Silvia’s Bericht direkt vor Ort. Es bleibt uns nur nochmals zu bitten: Bitte, helfen Sie uns helfen!!!
Foto: Streunerkatzen suchen in den verlassenen Gaststätten nach Futter… es gibt jedoch für sie nichts mehr!
Teneriffa’s Tiere in Zeiten von Corona
 
Schlimm ist es für uns Menschen in einer Zeit der Angst, am Coronavirus zu erkranken. Aber für Tiere ist die Situation noch viel schlimmer und die Schicksale sind sehr traurig. Bei ca. 20 Futterstellen im Norden von Teneriffa hatte ich Strassenkatzen eingefangen und nach dem Kastrieren wieder frei gelassen. Es gibt normalerweise dich einige Tierfreunde, die die Stassenkatzen füttern und mit Wasser versorgen. Jedoch bei der derzeitigen Ausgangssperre haben viele Menschen Angst, diese Hilfe fortzusetzen. Sodass Katzen, Hunde und freilaufende Hühner derzeit fast kein Futter finden. Wenn man einmal begonnen hat, die Tiere zu füttern, verlassen sich auf diese Unterstützung, jetzt, da sie wegbricht, müssen sie Hunger leiden.
 
Speziell an einem öffentlichen Grillplatz wurde immer viel Futter und Essensreste für die Tiere nach den dortigen Feiern hinterlassen. Nun ist der Platz gesperrt und die Tiere finden nichts mehr was sie essen können.
Fotos: verlassene Parks, verlassene Restaurants und Grillplätze – die Situation ist für die Katzen eine dramatische!
Ich versuche nun auf meinen erlaubten Ausfahrten den Katzen Futter zu bringen. Leider habe ich heute bereits die erste Anzeige von der Polizei bekommen, da ich dies nur in meiner unmittelbaren Nähe machen dürfte.
 
Besonders schlimm ist es, dass derzeit viele Katzen trächtig sind, unbedingt noch kastriert werden müssten und andere krank oder verletzt sind. Auch hier wäre es mir gesetzlich leider nicht erlaubt, Katzen einzufangen…
 
Dann finden wir vermehrt zutrauliche Katzen auf den Straßen, bei denen wir sicher sind, dass sie ausgesetzt wurden. Viele Menschen rechnen damit, bald in finanzielle Nöte zu geraten und wollen dann nicht auch noch für die Bedürfnisse eines Haustieres verantwortlich sein. Vielleicht haben manche Menschen auch Angst vor einer Übertragung der Viren durch Hunde oder Katzen.
Anfangs war es uns nichteinmal gestattet, mit den Hunden spazieren zu gehen. Das wurde Gott sei Dank aber rasch abgeändert.
Jedoch wurde nun berichtet, dass Ziegen unseren Ort nicht passieren dürfen. Durch die lange Trockenheit auf der Insel ist es für die Ziegen ansonsten sehr schwierig Futter zu finden. Nun sollten sie ihren Standort nicht verlassen. Sie sehen, Probleme wohin man auch blickt.
 
Ich hoffe sehr für uns alle, dass diese Zeit bald überstanden ist und wünsche allen viel Glück und Gesundheit.
 
Liebe Grüße aus Teneriffa
Fotos: diese Tiere brauchen unsere Hilfe – nur gemeinsam können wir das schaffen!
Sie sehen, auch – und gerade – in schwierigen Zeiten brauchen uns die Tiere. Wir dürfen deren Leid nicht übersehen! Bitte unterstützen Sie auch weiterhin unsere Arbeit, denn ohne Sie, da sind uns die Hände gebunden! Passen Sie gut auf sich auf, bleiben Sie gesund, und lassen Sie uns gemeinsam den Tiere in ihrer Not beistehen!
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