Breaking News – entsetzliche Zustände in einem Waldviertler Hinterhof!!!

Es ist einfach nur schrecklich – unser so erschütterndes Buch ‚Worst of Waldviertel‘ ist um ein Kapitel reicher! Denn wieder mussten wir in der nördlichen Ecke des blau-gelben Bundeslandes eine eigentlich unfassbare Tierhaltung entdecken.
Alarm im kleinen Ort inmitten des Waldviertels! Fährt man durch das 50-EinwohnerInnen-Dorf, fällt ein Verschlag gleich neben der Straße auf; alleine der Anblick dessen – einen solchen würde man normalerweise viel eher in abgelegenen Gegenden Rumäniens oder Bulgariens vermuten – tut im Herzen weh! Drahtgitter und Holzbaracken, Plastikplanen und von den Elementen zerfressene Wohnwagen beherrschen den Moment, die Bauteile sind zu einem Viereck aus Verfall und Kompostierung zusammengefügt. Ist eine solche Anhäufung von Rost und PVC alleine schon aus Umweltgründen problematisch, leben dort in abgetrennten, winzigen Bereichen dann auch noch tatsächlich Tiere! Sagten wir ‚leben‘? Nein, es ist viel eher ein Vegetieren, und zwar eines unter bittersten Bedingungen.
Fällt der Blick über den maroden Zaun, entdeckt man zuerst Gänse und Enten. Diesen wurde auf wenigen Quadratmetern matschiger Erde eine mit längst brackigem, schwarzbraunem Wasser gefüllte Plane in die Erde gegraben. Gleich dahinter ist eine Ziege in Einzelhaft eingesperrt, auf einer wahnwitzigen Fläche, und es bleibt der Armen nichts anderes als den ganzen Tag am Maschendraht zu stehen und in eine Welt zu blicken, die so nicht sein dürfte (auch wenn der Tierhalter behauptet, die Ziege würde ständig ‚Gassi‘ geführt, ist diese Unterbringung für selbst dann im besten Falle mindestens 23 Stunden täglich völlig unzumutbar). Gleich dahinter gibt es alte Kästen, die Türen entfernt, stattdessen sind an den Vorderseiten Gitter angebracht. Übereinander, in den ehemaligen Fächern der Möbelstücke, fristen Kaninchen ein einsames Dasein. Auf ebenfalls winziger Fläche, dem Gesetz so ganz und gar nicht genüge getan. Nahrung gab es zumindest an zwei verschiedenen Tagen bei der Entstehung der beschämenden Bilder höchstens in spärlicher Form, Wasser gar nicht.
Fotos: Enten mit ‚Teich‘, Ziege in Einzelhaltung, Schweine im Wohnwagen…
Dann ist noch eine schwangere Schweinedame auf höchstens einem Quadratmeter eingesperrt, eine Schüssel mit Essensresten ist genau wie der gesamte Boden des Verlieses mit Fäkalien bedeckt.
In einem zerschlissenen Wohnwagen, längst dem Zerfall preisgegeben und mit Lackspray verziert wie in den Gossen der Großstädte, eröffnet sich der gesamte Wahnsinn – denn da, noch dazu nur in einem abgetrennten Teil davon, müssen sich vier kleine Schweine mit einer erbärmlich kleinen Bodenfläche begnügen, auf einer einzigen Masse aus Kot; auch deren ‚Essen‘ ist getränkt von den Ausscheidungen, ein tatsächlich herzzerreißender Anblick! Stellen Sie sich vor, wie kalt dieser Ort jetzt im Winter ist, und wie heiß es darin im Sommer wohl sein wird… eingeklemmt zwischen rostigen Metallwände, mit schmutzigen Plastikfenstern versehen, wo wenigstens aber noch ein bisschen Licht ins Innere kommt.
Weiters gibt es einen Käfig mit einigen Wachteln, der mitten am Hof steht, dem steten Wind und den Elementen ausgesetzt.
Am Misthaufen gleich neben all den Tieren liegen offen Leichenteile, die wohl von einer unlängst vorangegangenen ‚Hausschlachtung‘ stammen. Ob der Tierhalter dazu überhaupt eine Befähigung hat, gilt es neben all den anderen, furchtbaren Tatbeständen abzuklären!
Es ist einfach nicht zu glauben, dass jemand vollwissendlich seine Tiere solchen Umständen aussetzt. Und sich dann auch noch, wie wir erfahren haben, als ‚Tierfreund‘ fühlt, als jemand, der die Tiere liebt.
Um nicht dem Vorwurf ausgesetzt zu sein, die Bilder wären bloße Momentaufnahmen, geschuldet irgendeiner ‚verständlichen Situation‘ (Oma krank, Arbeitsstress, unterwegs gewesen, etc – was haben wir nicht schon alles gehört?) und schon am nächsten Tag wäre wieder aufgeräumt und ausgemistet gewesen, entstanden eben dann nochmals Fotos – welche wenig überraschend eine idente Situation zeigten!
Wir haben natürlich umgehend Anzeige erstattet und selbstverständlich wird die Geschichte ein Nachspiel finden; um für zusätzlichen Druck zu sorgen, sind die Medien ebenfalls informiert, aufmerksam gemacht worden nicht zuletzt durch einen Protest bei der Ortseinfahrt. Denn letztendlich geben geben allfällige Berichte anderen Menschen oft den Mut, ebenfalls schlechte Tierhaltungen zu beanstanden und zu melden. Derartiges ist nämlich so ganz und gar kein Kavaliersdelikt, die Tiere haben keine Stimme, und geholfen kann ihnen daher nur werden, wenn wir alle die unsere zu der ihren werden lassen! 
Geschuldet der Pandemie-Situation wollten wir die Kundgebung absichtlich nicht direkt am Ort des Geschehens durchführen, denn die Gefahr wäre eine gegebene, dass unser Tun dann vom Tatbestand ablenken würde – ganz nach dem Motto: trotz der Virus-Gefahr gehen Tierschützer auf die Straße, bringen damit sich und andere in Gefahr…
Gefahr besteht dort alleine für die Tiere! Wie kann jemand ruhig schlafen, der die ihm hilflos Ausgelieferten in solcher Agonie weiß????? Wer mag’s verstehen. ‘Tierschutz in der Verfassung‘, das posaunen PolitikerInnen und Behörden so gerne, aber nur, wenn es passend für sie ist. Ob auch danach gehandelt wird, nach dem Verfassungsgesetz, die nächsten Tage werden es weisen.
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